Zeitung Heute : Auf der Suche nach „Plan B“

Konferenz zu Zukunftsfragen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel

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Solarfirmen und Biosprit-Unternehmen drängen an die Börse, Supermarktketten machen gezielt Werbung mit gerecht gehandelten Produkten, der Umsatz mit diesen Produkten steigt von Jahr zu Jahr. Damit hat der Gedanke der Nachhaltigkeit nicht nur die Köpfe der Konsumenten, sondern auch die Kassen der Kaufleute erreicht. Doch wie sieht die Energieversorgung der Zukunft aus? Wer stellt dafür die Weichen? Wer arbeitet an einem „Plan B“ im Zeichen und in Zeiten des Klimawandels? Wie steht es um die unternehmerische Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung?

Mit diesen und weiteren existentiellen Fragen beschäftigt sich der im April 2001 unter Rot-Grün vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder berufene Rat für Nachhaltige Entwicklung. Er soll Beiträge für die Nachhaltigkeitsstrategie und -politik der Bundesregierung entwickeln. Und er soll konkrete Handlungsfelder und Projekte benennen. Dieser Auftrag wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erneuert. Die ehemalige Bundesumweltministerin hält am kommenden Dienstag, 26. September, anlässlich der öffentlichen Jahreskonferenz des Rates im Berliner Congress Center (bcc) am Alexanderplatz ein Grundsatzreferat zur Nachhaltigkeitspolitik der Bundesregierung. Es wird sich zeigen, ob die Regierungschefin die jüngste Empfehlung des Rats für Nachhaltige Entwicklung aufgreift und an die Unternehmen appelliert, im Rahmen ihrer Verantwortung einen Beitrag zu einer verbesserten Nachhaltigkeitspolitik zu leisten.

Die Veranstaltung steht unter der Losung „Die Kunst, das Morgen zu denken.“ In parallelen Themenforen diskutieren am Nachmittag Experten aus Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Medien über die zukünftige Energieversorgung, Unternehmerverantwortung und Auswirkungen des demografischen Wandels. In weiteren Foren wird nach Synergien zwischen künstlerischer Arbeit und bürgerschaftlichem Nachhaltigkeits-Engagement gefragt. Auf dem Programm stehen zudem das Thema Nachhaltigkeit in den Medien sowie der Aufbau sozialer Sicherungen in neuen Wachstumsökonomien. Bundestagsabgeordnete und Umweltpolitiker diskutieren ab 16 Uhr über Weichenstellungen für die Zukunft. In allen Themenforen hat das Publikum Gelegenheit, sich über „Anwälte“ mit Fragen zu beteiligen. Anmeldungen über die Internet-Adresse des Nachhaltigkeitsrates sind noch möglich, Teilnahmegebühren werden nicht erhoben. Bü.

Anmeldungen und weitere Infos:

www.nachhaltigkeitsrat.de

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