Zeitung Heute : Aufbruch zur Exzellenz

Kurt Kutzler

Die Realpolitik hat Berlin wieder eingeholt. Die Nachrichten der letzten Tage haben uns nachdenklich gestimmt, aber trotz allem nicht entmutigt. Dies betrifft insbesondere die Ergebnisse der ersten Runde im Exzellenzwettbewerb. Unsere hervorragenden Forschungsleistungen wurden nicht so honoriert, wie es viele wissenschaftliche Gutachter empfohlen hatten. Offenbar spielte nicht nur die Exzellenz der Einzelprojekte eine Rolle. Wir setzen nun auf die zweite Runde, in der wir mit ungebrochener Motivation unsere Anträge in diesem prestigeträchtigen Wettbewerb vorstellen werden.

Die beiden Exzellenzcluster, die bereits in der ersten Runde begutachtet wurden, zielen auf international beachtete Vorhaben. Sie können sich zudem auf ein breites wissenschaftliches Netzwerk von hervorragenden Forschern stützen. In dem Cluster zum Thema Katalyse forschen Chemiker, Physiker und Biologen gemeinsam mit Ingenieurwissenschaftlern. Sie suchen Antworten in den wissenschaftlichen Grenzgebieten der einzelnen Disziplinen. Unser Cluster „Human-Centric Communication“ zielt auf Problemstellungen der technischen Kommunikation und bindet zahlreiche außeruniversitäre Aktivitäten ein.

Beide Forschungsthemen orientieren sich an Schlüsseltechnologien, die für den Standort Deutschland Wettbewerbsvorteile, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen generieren. Unsere Wissenschaftler sind mit vielen anderen Teams die Motoren dieser Entwicklung.

Aufbruchsstimmung ist aber nicht nur im Bereich der Forschung zu spüren. Zahlreiche Reformprojekte zeugen von Veränderungen. Das betrifft auch unsere innere Struktur. Mit einer neuen Grundordnung haben wir uns eine moderne und schlanke Leitungs- und Gremienstruktur gegeben. Dadurch konnten wir auch renommierte Persönlichkeiten für unser neues Kuratorium gewinnen.

All das sind wichtige Signale in Richtung unserer Studierenden und derjenigen, die sich an unserer Universität einschreiben wollen. Anerkannte Wissenschaftler forschen und lehren bei uns zu aktuellen und relevanten Themen der Gesellschaft. Dieses Wissen hilft unseren Absolventen für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben. Der Zuschlag für die „Berlin Mathematical School“ innerhalb der Exzellenzinitiative ist ein überzeugendes Beispiel dafür. Ihr Konzept beruht auf wissenschaftlicher Exzellenz sowie einer starken Internationalität und einer engen Vernetzung über die Institutsgrenzen hinaus. Allein vier Leibniz-Preisträger gehören zu den Dozenten der Graduiertenschule.

Unsere Wissenschaftler werden auch künftig mit innovativen Ideen Impulse für unsere Gesellschaft geben. Die TU Berlin ist und bleibt ein spannender Ort für Forschung und Studium.

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