Zeitung Heute : Aufstehen im Klangmatsch

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JAN WEILER: Lieber Campi, musst nicht traurig sein, weil du das erste Spiel nicht im Stadion gucken konntest. Ich war ja da und kann berichten. Also: Das Grönemeyer-Lied war im Stadion ein einziger Klangmatsch, aber ich finde, das hat dem Song sehr gut getan. Der größte Unterschied zum Zuhausegucken dürfte sein, dass man zu Hause nicht Henning und Jörg aus Hamburg hinter sich sitzen hat. Die sind von Anfang an besoffen und singen ein Lied, das nur geringe Textsicherheit voraussetzt: „Deutschland, Deutschland, Deutschland“. Dann beschimpft Henning den Schiedsrichter als „Hafennutte.“ Alle paar Minuten müssen wir aufstehen, dann heißt es „Steh auf, wenn du ein Deutscher bist.“ Die Leute stehen übrigens nicht auf, weil sie Deutsche sind, sondern weil vor ihnen alle aufstehen und die Sicht versperren. Ein noch größeres Missverständnis: Ami-Bud. Das schmeckt, als hätte Ahoi-Brause eine Geschmacksrichtung namens „Bier“ auf den Markt gebracht. Frage: Was trinkst du eigentlich als Düsseldorfer Engländer beim Fußball? Altbier oder Lager? Dein Jan.

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