Zeitung Heute : Augen auf beim Staudenkauf

Wurzeln und Knospenansatz begutachten

Hobbygärtner sollten beim Staudenkauf im Frühjahr die Pflanzen ruhig einmal austopfen und die Wurzeln genau betrachten. Ein gut durchwurzelter Ballen sowie helle Wurzeln mit frischen Spitzen sind ein sicheres Signal für Vitalität, empfiehlt der Zentralverband Gartenbau. Darüber hinaus sind natürlich Zahl und Stärke der Knospen gute Unterscheidungsmerkmale. Je nach Art liegen sie direkt über oder kurz unter der Erde.

Tabu ist das Austopfen allerdings bei Pflanzen, die dicke Speicherwurzeln ausbilden. Dazu zählen zum Beispiel Paeonien, Iris oder Tränendes Herz. Sie entwickeln keinen richtigen Wurzelballen. Viele Spezialgärtnereien kultivieren sie direkt im Boden und verschicken sie „mit nackter Wurzel“, wie die Fachleute sagen, also ohne Topf. Bei ihnen lässt sich prüfen, ob die dicke Wurzel prall und fest in der Hand liegt. Zwar gibt es etliche Staudenpflanzen wie Lavendel, Schleifenblume oder Kleines Immergrün, die grün durch den Winter gehen. Aber viele ziehen sich im Winter völlig ein und sehen im Frühjahr noch nach gar nichts aus. Ein paar erste zarte Blättchen, ein paar Knospen, die gerade aus der Erde schauen – das ist meist alles. Dass sich daraus im Laufe des Sommers eine kräftige Pflanze entwickeln wird, lässt sich allenfalls am bunten Etikett ablesen.

Das Frühjahr ist trotzdem für die meisten Stauden ein sehr günstiger Pflanzzeitpunkt. Alle inneren Signale der Pflanzen stehen dann auf Wachstum. So fassen sie zügig an ihrem neuen Standort Fuß. In der Kühle und Feuchte des Frühjahrs verkraften sie den Schock des Umpflanzens mühelos. Außerdem kann beim Transport der noch halb im Winterschlaf ruhenden Pflanzen nichts abbrechen und verletzt werden. dpa/Tsp

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