Zeitung Heute : Aus grünem Gras wird Biogas

Biomasse-Projekt in Pankow erhielt Lotto-Förderung

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Wenn die Leute vom Netzwerk Biomasse Pankow das Gras wachsen hören, dann freuen sie sich. Schließlich arbeiten sie an einem Projekt für zwei denkmalgeschützte Gewächshäuser im Botanischen Volkspark an der Blankenfelder Chaussee. Die Gebäude sollen nämlich mit organischen Abfällen beheizt werden, was einen ebenso ökologischen wie ökonomischen Sinn machen könnte. Die Heizkosten würden von 110 000 Euro jährlich auf 11 000 Euro sinken. So steht es in den Berechnungen für die Demonstrationsanlage, die hier geplant ist. Um damit beginnen zu können, wurden 10 000 Euro Fördermittel von der Klassenlotterie Berlin bewilligt.

Natürlich werden die Gartenabfälle und der Biomüll aus Haushalten nicht direkt verbrannt, denn das Material enthält dafür zu viel Wasser, außerdem müsste man sich um eine Abgasreinigung kümmern. Das Material kann hingegen eine Biogasanlage füttern, respektive die Bakterien darin, die das Grünzeug zu Methan zersetzen. Und das lässt sich umweltschonend verheizen. Die Reststoffe sollen allerdings nur aus einem Umkreis von höchstens 15 Kilometern stammen, sonst wird das Vorhaben unrentabel. Aber schon in einem solchen Einzugsbereich kommt eine große Menge nachwachsender Rohstoffe zusammen.

Unterstützt werden die Pankower von der Projektagentur „Zukunftsfähiges Berlin“ am Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung. In der Projektagentur arbeiten Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und der Agenda21-Bewegung zusammen. Tsp

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