Zeitung Heute : Ausgezeichnete Haltung

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Was wird heute wichtig?

In Brasilien leben etwa 130 000 Juden. Wie in anderen Ländern spüren auch sie hin und wieder Vorbehalte und Anfeindungen. Der Rabbiner Henry Sobel spricht von einem „latenten Antisemitismus “ bei einzelnen Mitbürgern. Es gebe aber glücklicherweise keine „gravierenden Fälle antisemitischer Gewalt“ wie etwa in Argentinien, sagt der Vorsitzende der Israelitischen Vereinigung von São Paulo. Die Vereinigung hat 70 000 Mitglieder. Die 1936 von emigrierten deutschen Juden gegründete Gemeinde erwartet an diesem Freitag den Besuch von Bundesaußenminister Joschka Fischer . Der GrünenPolitiker soll bei einer Sabbatfeier für sein Eintreten gegen Antisemitismus geehrt werden. Die Israelitische Vereinigung vertritt ein liberales Judentum, das großen Wert auf den interreligiösen Dialog legt und sich für ein friedliches Zusammenleben aller Völker im Nahen Osten stark macht. Ihre Mitglieder sind zumeist europäische Juden, die vor den Nazis Zuflucht gesucht hatten, und ihre Nachkommen. Trotz einer restriktiven Politik der brasilianischen Regierung waren zwischen 1933 und 1945 zehntausende Juden eingewandert. Tsp

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