Zeitung Heute : AUSLAND

ÄGYPTEN

Erneut mehrere Tote

bei Straßenschlachten in Kairo

Kairo - Demonstranten gegen die Militärregierung in Ägypten und Sicherheitskräfte haben sich am Samstag den dritten Tag in Folge Straßenschlachten geliefert. Nahe dem Innenministerium in Kairo bewarfen Demonstranten Polizisten mit Steinen, die Sicherheitskräfte schossen Tränengas und Schrotpatronen ab. In Suez starben nach Angaben von Ärzten zwei Menschen an Verletzungen mit Schrotmunition. Nach Angaben des ägyptischen Innenministeriums gab es seit Beginn der Unruhen am Donnerstag in Kairo und Suez zwölf Todesopfer. Weitere 2532 Menschen wurden nach Ministeriumsangaben verletzt. AFP

IRAN

Teheran fordert von EU ein Überdenken des Öl-Embargos

Teheran - Der Iran hat die Europäische Union aufgefordert, ihre Entscheidung für ein Öl-Embargo gegen die Islamische Republik noch einmal zu überdenken. Die EU habe sich dem Druck der USA gebeugt, sagte Öl-Minister Rostam Kasemi in Teheran. Ohne das iranische Erdöl werde es an den internationalen Öl-Märkten zu Turbulenzen kommen. Rund 25 Prozent der iranischen Öl-Exporte gehen in die EU. Das von den Europäern beschlossene Embargo soll am 1. Juli in Kraft treten, um den Iran im Streit über dessen Atomprogramm zum Einlenken zu bewegen. rtr

GROSSBRITANNIEN

Angeblich Atom-U-Boot

zu Falkland-Inseln entsandt

London - Großbritannien hat angeblich eines seiner Atom-U-Boote in die Gewässer vor den Falkland-Inseln im Südatlantik entsandt. Das U-Boot der Trafalgar-Klasse soll bis Anfang April vor den Falklands sein und dort Patrouille fahren, berichtete die „Daily Mail“. Eine Bestätigung des Verteidigungsministeriums gab es dafür nicht. Am 2. April vor 30 Jahren war zwischen Großbritannien und Argentinien ein Krieg um die Inseln ausgebrochen, der 1000 Menschen das Leben kostete. Argentinien erhebt weiter Anspruch auf die Inseln, die seit 1833 britisch sind. Zuletzt hatte es Streit um britische Öl-Bohrungen vor der Küste der Falklandinseln gegeben. dpa

SÜDAFRIKA

ANC bestätigt Suspendierung

des Populisten Malema

Kapstadt - Die südafrikanische Regierungspartei ANC hat die Suspendierung des Parteirebellen Julius Malema vorläufig bestätigt: Der Chef der ANC-Jugendliga habe dem Ansehen der Partei geschadet, gab der Disziplinarausschuss des ANC in Pretoria bekannt. Der Ausschuss erlaubte Malema aber, in zwei Wochen erneut seine Position darzustellen. Malema war vom ANC-Disziplinarausschuss im November für fünf Jahre von allen Parteiämter ausgeschlossen worden. Dagegen hatte er Berufung eingelegt. Malema ist wegen seiner radikalen Forderungen bei Millionen Armen in den Townships populär. Ihm wird allerdings neben seinen radikalen Forderungen auch Korruption vorgeworfen. dpa

SPANIEN

Rubalcaba gewinnt Wahl

um Vorsitz der Sozialisten

Sevilla - Der frühere Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba ist neuer Chef der spanischen Sozialisten. Bei einem Parteitag in Sevilla setzte sich der 60-Jährige am Samstag in der Abstimmung gegen Ex-Verteidigungsministerin Carme Chacón (40) durch. Der sozialistische Politiker, der einen Doktor in Chemie hat und in Madrid lehrte, war von 2006 bis vergangenen Juli Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident. Bei der Parlamentswahl im November war er als Spitzenkandidat gegen den Konservativen Mariano Rajoy unterlegen. Es war das schlechteste Ergebnis für die Sozialisten in ihrer Geschichte. AFP

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