Zeitung Heute : AUSLAND

SYRIEN

Schwere Zusammenstöße

und neue Angriffe

Beirut - Bei gewaltsamen Zusammenstößen und Angriffen in Syrien sind nach Angaben von Aktivisten in der Nacht zum Samstag und während des Tages mindestens 40 Menschen getötet worden. In der Hauptstadt Damaskus und ihrer Umgebung habe es „sehr heftige“ Zusammenstöße zwischen Soldaten und Deserteuren gegeben, sagte der Aktivist Mohammed al Schami. Seit Samstagmorgen standen der im Exil tätigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge zudem wieder mehrere Viertel von Homs, die nahe gelegene Stadt Kusseir sowie die Stadt Kalaat Al Madik in der zentralen Provinz Hama unter Beschuss. AFP/rtr

MALI

Putschisten haben nach eigenen Angaben das Land unter Kontrolle

Bamako - Wenige Tage nach dem Staatsstreich in Mali haben die Putschisten nach eigenen Angaben die Macht im Land übernommen. „Im Moment habe ich das ganze Land unter Kontrolle“, sagte der Führer der Putschisten, Hauptmann Amadou Sanogo. Angst vor einem Gegencoup habe er nicht. Der gestürzte Präsident Amadou Toumani Touré werde nicht von Soldaten geschützt, sagte Sanogo in einem Interview der Nachrichtenagentur AP. dapd

TÜRKEI

Soldaten töten

15 kurdische Rebellinnen

Ankara - Bei Gefechten zwischen türkischen Soldaten und kurdischen Rebellen sind nach Regierungsangaben 15 Kämpferinnen der kurdischen Arbeiterpartei PKK getötet worden. Bei den Kämpfen in der Provinz Bitlis sei auch ein örtlicher Wachmann ums Leben gekommen, der die türkischen Truppen unterstützte, teilte das Innenministerium in Ankara mit. Die PKK, die für eine Autonomie des mehrheitlich kurdischen Südostens der Türkei kämpft, soll mehrere Einheiten weiblicher Kämpfer unterhalten. dapd

AFGHANISTAN

Fünf Tote bei Bombenanschlag

im Süden

Kabul - Bei einem Bombenanschlag im Süden Afghanistans sind am Samstag nach Polizeiangaben ein ehemaliger Senator und vier weitere Menschen ums Leben gekommen. Der getötete Chairo Dschan war einer der Ältesten des Stammes Popalsai, dem auch der afghanische Präsident Hamid Karsai angehört. Er setzte sich für den Frieden im Land ein. Bei den übrigen Toten handle es sich um einen weiteren Stammesältesten sowie drei Polizisten, sagte der Sprecher der Polizei in der Provinz Urusgan, Farid Ajal. Die Bombe am Straßenrand südlich der Provinzhauptstadt Tirin Kot sei ferngezündet worden. dapd

ÄGYPTEN

Wieder Gewalt bei Fußballspiel

des Vereins Port Said

Kairo - Knapp zwei Monate nach den tödlichen Krawallen bei einem Fußballspiel ist es in Ägypten erneut zu Ausschreitungen gewalttätiger Fans gekommen. Die Polizei ging Augenzeugen zufolge am Samstag in Port Said mit Tränengas gegen Anhänger des örtlichen Vereins Al Masri vor und gab dabei auch Warnschüsse in die Luft ab. In der Nacht zuvor waren in der Hafenstadt bereits erste stundenlange Krawalle ausgebrochen. Nach Angaben von Medizinern wurden dabei ein Mensch erschossen und 18 weitere verletzt. Ein Augenzeuge sagte, Hunderte wütende Fans seien mit Militärpolizisten aneinandergeraten. Anlass war die Entscheidung des Ägyptischen Fußballverbands (EFA), Al Masri für zwei Saisons vom Spielbetrieb auszuschließen, nachdem Anfang Februar Anhänger des Clubs im Port Said Stadion den Platz gestürmt und Jagd auf Spieler der gegnerischen Mannschaft aus Kairo gemacht hatten. rtr

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben