Zeitung Heute : AUSLAND

SYRIEN

Ashton fordert Rückhalt für Brahimi

im UN-Sicherheitsrat

Brüssel/Beirut - Die EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton hat für den neuen UN-Syrienbeauftragten Lakhdar Brahimi „starken und vereinten Rückhalt“ im Weltsicherheitsrat gefordert. Die „uneingeschränkte Unterstützung durch den UN-Sicherheitsrat und die Übereinkunft aller Parteien, der Diplomatie eine weitere Chance zu geben“, sei Vorbedingung eines erfolgreichen Einsatzes, teilte Ashton mit. Brahimi war am Freitag als Nachfolger von Kofi Annan benannt worden. Brahimi ist skeptisch, was ein mögliches militärisches Eingreifen in Syrien betrifft. Über eine militärische Option zu sprechen, gleiche einem Eingeständnis des diplomatischen Versagens, sagte er der Nachrichtenagentur AP. Er hoffe sehr, dass eine militärische Intervention nicht nötig sei. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London teilte derweil mit, dass am Freitag bei landesweiten Kämpfen 129 Menschen getötet wurden, darunter 90 Zivilisten, zehn Rebellen und 29 Soldaten. dpa/dapd/AFP

BAHRAIN

Polizei erschießt

16-jährigen Demonstranten

Manama/Kairo - Die Polizei in Bahrain hat am späten Freitagabend einen 16-jährigen Demonstranten erschossen. Der Jugendliche sei bei einem Protest in der Stadt Muharrak mit Schüssen aus einem Schrotgewehr getötet worden, teilte das Bahrain-Zentrum für Menschenrechte mit. Sicherheitskräfte in Zivil hätten darüber hinaus auf den am Boden liegenden Jugendlichen eingetreten. Das Innenministerium in Manama teilte am Samstag mit, der 16 Jahre alte „Terrorist“ habe einen Molotow-Cocktail geworfen. Die Sicherheitskräfte hätten in Notwehr gehandelt. dpa

AFGHANISTAN/USA

Isaf-Soldaten müssen jetzt immer

geladene Waffen tragen

Washington/Kabul - Nach zunehmenden Überfällen müssen ausländische Soldaten in Afghanistan jetzt immer geladene Waffen tragen. Dies ordnete der Kommandeur der Isaf-Truppe, US-General John Allen, nach Angaben von US-Medien an. Die Nato reagiert damit auf Überfälle von Afghanen in Armee- oder Polizeiuniformen. Seit Jahresbeginn zählte die Isaf 31 solcher Vorfälle, bei denen 39 ausländische Soldaten getötet wurden. Im gesamten vergangenen Jahr seien es 21 Angriffe mit 35 Toten gewesen. Die Isaf führt die meisten dieser Überfälle auf ausländische Soldaten nicht auf Infiltration der Taliban zurück, sondern auf Faktoren wie persönliche Animositäten oder Stress. dpaBERICHT NBC]BERICHT CNN]

AFGHANISTAN

Mindestens vier Tote

bei Bombenanschlag auf Markt

Kabul - Bei einer Bombenexplosion auf einem Markt im Westen Afghanistans sind am Samstag mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Bei dem Vorfall im Bezirk Schindand in der Provinz Herat seien zudem zwölf Menschen verletzt worden, darunter drei Polizisten, teilte ein Sprecher der Provinzregierung mit. Erst vor wenigen Tagen waren bei einer Serie von Bombenanschlägen in zwei Städten 35 Zivilisten ums Leben gekommen. dapd

JEMEN

Angriff auf Sitz des Geheimdienstes – mehr als ein Dutzend Soldaten sterben

Aden - Bei einem Angriff mutmaßlicher Al-Qaida-Kämpfer im Süden des Jemen sind mindestens 14 Soldaten getötet worden. Elf Armeeangehörige seien am Samstag erschossen worden, als der Sitz des Geheimdienstes in Aden angegriffen wurde, sagte ein Angehöriger der Sicherheitsdienste. Drei weitere wurden demnach getötet, als ein Selbstmordattentäter mit einem mit Sprengstoff präparierten Fahrzeug in den Hof des Gebäudes fuhr. AFP

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