Zeitung Heute : AUSLAND

SYRIEN

Militäroffensive bei Damaskus

Istanbul/Beirut - Syriens Regierungstruppen haben eine Offensive gegen Rebellen im Umland von Damaskus eingeleitet. Nach Angaben von Aktivisten und lokalen Medien nahm die Armee am Samstag den Ort Daraja südlich der Hauptstadt unter Beschuss und versuchte ihn zu stürmen. Rami Abdel Rahman von der in London ansässigen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sagte, dass Militär und Milizen des Regimes damit auch den nahe gelegenen Militärflughafen Messe sichern wollten. dpa

GRIECHENLAND/ITALIEN

Flüchtlinge ertrinken vor Lesbos

Athen/Rom - Vor der Küste der griechischen Insel Lesbos sind bei einem Bootsunglück mindestens 18 Flüchtlinge ertrunken. Nach neun weiteren Menschen werde noch gesucht, teilte die griechische Küstenwache am Samstag mit. Ein 20 Jahre alter Mann sei aus dem Meer gerettet worden. Das Flüchtlingsschiff war in der Türkei gestartet, wie der Überlebende berichtete. Auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa kamen am Samstag indes zwei Boote mit knapp 440 afrikanischen Flüchtlingen an Bord an. Die beiden Boote seien in der Nacht von der italienischen Küstenwache auf offener See aufgegriffen worden, berichtete die Agentur Ansa. dpa/AFP

RUMÄNIEN

US-Botschafter rät Roma zu Selbsthilfe

Bukarest - Im Kampf gegen die Diskriminierung der Roma hat der US-Botschafter in Rumänien der Minderheit geraten, sich ein Vorbild an den Schwarzen in den USA zu nehmen. Die Roma müssten sich besser organisieren, um politischen Einfluss zu erlangen, sonst kümmere sich niemand um ihre Angelegenheiten, sagte Mark Gitenstein in einem Interview zum Ende seines Mandats in Bukarest. Die Frage der Roma bezeichnete er als eine „der größten Herausforderungen“ in Rumänien. „Die Situation der Roma ist sehr entmutigend. Ich bin im tiefen Süden der Vereinigten Staaten aufgewachsen und ich habe gesehen, wie die Afroamerikaner genau das Gleiche erlitten. Sie wurden auf jede mögliche Art marginalisiert und diskriminiert“, sagte Gitenstein. AFP

ITALIEN

Ermittlungen im Umfeld Berlusconis

Rom - Die italienischen Behörden haben Ermittlungen gegen 40 Politiker wegen Korruption eingeleitet. Die Politiker des Regionalrats der Lombardei seien verdächtig, öffentliche Gelder für private Zwecke verwendet zu haben, berichteten italienische Medien. 22 Politiker aus der Partei des früheren Regierungschefs Silvio Berlusconi, Volk der Freiheit (PdL), sowie des früheren Koalitionspartners Lega Nord, seien zur Befragung einbestellt worden, berichtete die Tageszeitung „La Stampa“. Der Gesamtwert der entwendeten Mittel soll bei mehreren Millionen Euro liegen. Auch Renzo Bossi, der Sohn des Gründers der rechtspopulistischen Lega Nord, Umberto Bossi, gehört zum Kreis der Verdächtigen. AFP

RUSSLAND

PROTEST BEI KLIRRENDEM FROST

Moskau - Trotz eisiger Kälte und Protestverbot haben in Russland wieder Menschen für demokratische Freiheiten demonstriert. Die Polizei nahm mehr als 60 Regierungsgegner vorübergehend fest, darunter Oppositionsführer. In Moskau kamen der Blogger und Anwalt Alexej Nawalny, der Chef der Linken Front, Sergej Udalzow, der Solidarnost-Politiker Ilja Jaschin und die Fernsehmoderatorin Xenia Sobtschak in Gewahrsam. Der „Marsch für die Freiheit“ an der Zentrale des Geheimdienstes an der Lubjanka in Moskau war nicht genehmigt worden. In St. Petersburg nahm die Polizei mehr als 20 Nationalisten bei einer Anti-Putin-Kundgebung fest. Die Opposition gab die Zahl der Protestierenden mit 7000 an, die Polizei dagegen nur mit 700. AFP

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