Zeitung Heute : AUSLAND

PAKISTAN

Lebenszeichen von deutscher Geisel knapp ein Jahr nach Entführung

Peshawar - Fast ein Jahr nach der Entführung eines deutschen Entwicklungshelfers in Pakistan ist erstmals ein Lebenszeichen der Geisel aufgetaucht. Der TV-Sender Dunya News strahlte am Samstag ein 52 Sekunden langes Video aus. Darin bittet der Deutsche darum, sein Leben und das eines mit ihm entführten italienischen Kollegen zu retten. „Bitte akzeptieren Sie die Forderungen der Mudschaheddin“, sagt der Mitarbeiter der Deutschen Welthungerhilfe auf Englisch. „Sie können uns jederzeit töten.“ Nach Angaben der pakistanischen Taliban haben sie die Männer entführt.dpa

ITALIEN

Staatschef löst Parlament auf –

wird Monti bei der Wahl kandidieren?

Rom - Nach dem Rücktritt des italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti hat Staatschef Giorgio Napolitano am Samstag mit der Auflösung des Parlaments den Weg für Neuwahlen freigemacht. Montis Kabinett – das wie er selbst noch geschäftsführend im Amt bleibt – legte daraufhin den Wahltermin auf den 24. und 25. Februar fest. Napolitano erörterte über Stunden mit führenden Politikern die Lage. Dabei ging es auch um die politische Zukunft des parteilosen Reformers Monti. Der war am Freitag wenige Monate vor Ablauf seiner Amtszeit zurückgetreten, nachdem die Partei von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi ihm die Unterstützung entzogen hatte. Zunächst blieb unklar, ob sich Monti zur Wahl stellen wird. Am Samstag hieß es aus seinem Umfeld, dass er möglicherweise erst später über eine Kandidatur entscheiden werde. Es sei ungewiss, dass Monti schon bei seiner Pressekonferenz zum Jahresabschluss an diesem Sonntag seine Pläne konkret darlegen werde. Angesichts der schlechten Umfragewerte scheue er derzeit vor einer Kandidatur zurück. rtr

ARGENTINIEN

Tote und Verletzte bei Plünderungen

in mehreren Städten

Buenos Aires - Bei sozialen Unruhen und Plünderungen sind in mehreren argentinischen Städten im Vorfeld der Weihnachtsfeiertage zwei Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 63 weitere wurden verletzt, wie die Agentur DyN berichtete. In vier Provinzen seien mehr als 600 Menschen festgenommen worden. Die Regierung beschuldigte den von Hugo Moyano angeführten oppositionellen Gewerkschaftsverband CGT, die Unruhen angestiftet zu haben. Moyano machte die Regierung von Präsidentin Cristina Kirchner verantwortlich, weil sie die sozialen Probleme nicht löse. Vor zwölf Jahren hatten mit Plünderungen soziale Unruhen begonnen, die zum Rücktritt des damaligen Präsidenten Fernando De la Rúa führten. dpa

CHINA

Peking verbietet inhaltloses Gerede und Luxus in Politik und Militär

Peking - Ranghohe Militäroffiziere in China müssen künftig auf Luxus verzichten. Als Reaktion auf Skandale und Vorgaben der neuen Führung unter Parteichef Xi Jinping in Peking hat die Militärkommission Vorschriften veröffentlicht, die für mehr Bescheidenheit und Fleiß sorgen sollen. So darf es bei Empfängen hoher Militärs keinen Alkohol mehr geben, keine Festessen, keine roten Teppiche und Blumensträuße, keine Ehrenformationen oder Willkommensbanner, wie die Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag meldete. Außerdem solle auf inhaltsloses Gerede verzichtet werden. Seit Donnerstag gelten für Politiker in Peking ähnliche Vorgaben. dpa

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