Zeitung Heute : AUSLAND

MALI

EU will Ausbildungsmission

Mitte Februar beginnen

Bamako - Malische und französische Truppen haben am Samstag die strategisch wichtige Stadt Gao im von Islamisten beherrschten Norden des Krisenlandes erobert. Zunächst hatten sie nur den Flughafen der Stadt sowie die einzige Brücke über den Niger unter Kontrolle ihre Kontrolle gebracht. Auch in anderen Landesteilen rückten die französischen und malischen Truppen am Samstag weiter vor. In Mali sind derzeit 2500 französische Soldaten im Einsatz. Insgesamt seien 3700 französische Armeekräfte an der „Operation Serval“ beteiligt, erklärte Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian. Sie sollen nun Unterstützung von den westafrikanischen Staaten bekommen, die mit knapp 6000 Soldaten eine deutlich größere Eingreiftruppe für Mali aufstellen als bislang zugesagt. Die EU teilte unterdessen mit, sie werde Mitte Februar mit der Entsendung von Militärausbildern nach Mali beginnen. dpa/AFP

TÜRKEI

Niederländische Patriot-Raketen

sind einsatzbereit

Ankara/Brüssel - In der Türkei ist das erste Patriot-System zur Abwehr möglicher syrischer Raketenangriffe einsatzbereit. Wie die Nato mitteilte, wurden die niederländischen Abwehrraketen nahe der südtürkischen Stadt Adana aufgestellt. Die Militärallianz hatte Anfang Dezember die Entsendung von insgesamt sechs Patriot-Batterien in die Türkei zum Schutz von deren Territorium vor einem Beschuss aus Syrien beschlossen. AFP



Anwältinnen dürfen vor Gericht künftig Kopftuch tragen

Ankara - Die türkische Regierung erlaubt erstmals Anwältinnen das Tragen eines Kopftuchs vor Gericht. Der Staatsrat habe am Freitag nach der Klage einer Anwältin wegen religiöser Diskriminierung das bisher geltende Verbot gekippt, hieß es am Samstag aus Justizkreisen in Ankara. Der Staatsrat, die oberste Verwaltungsbehörde der Türkei, ließ das Kopftuchverbot für Richterinnen und Staatsanwältinnen jedoch in Kraft. Für sie gelte weiter wie für alle anderen Staatsbeamten das Verbot zum Tragen des Kopftuchs. AFP

SYRIEN

Aufständische stürmen Gefängnis und befreien 300 Insassen

Amman - Syrische Aufständische haben im Nordwesten des Landes ein Gefängnis gestürmt und etwa 300 Insassen befreit. Weitere 30 Häftlinge seien bei der Aktion durch die Wärter per Kopfschuss getötet worden, sagte ein Aktivist am Samstag. Seit drei Tagen hatte es heftige Kämpfe um das Zentralgefängnis in der Stadt Idlib gegeben. Bei den Insassen handelte es sich hauptsächlich um politische Gefangene, die seit Beginn des Bürgerkriegs eingesperrt waren. rtr

IRAN

Teheran: Angriff auf Syrien wäre auch Angriff auf uns

Teheran - Ein militärischer Angriff auf Syrien wäre für Teheran auch ein Angriff auf den Iran. Das sagte Ali-Akbar Welajati, außenpolitischer Berater des iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei. Ohne die logistische Hilfe Syriens wäre die Hisbollah-Bewegung in den Kriegen gegen Israel nie siegreich gewesen. Der Iran steht in der Syrienkrise auf der Seite von Präsident Baschar al Assad. dpa

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