Zeitung Heute : AUSLAND

SYRIEN

Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen auf den Golanhöhen

Istanbul/Beirut - Nahe der syrischen Grenze zu Israel sind nach Angaben von Aktivisten heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen ausgebrochen. Oppositionelle Kämpfer übernahmen einen Armeestützpunkt in der Stadt Chan Arnabeh an der demilitarisierten Zone, wie die syrischen Menschenrechtsbeobachter mit Sitz in London mitteilten. Daraufhin habe das Regime den Ort sowie die benachbarte Siedlung Dschubata al Chaschab unter Beschuss genommen. Nach Angaben der israelischen Armee wurden danach erstmals seit Beginn des Bürgerkriegs Verwundete der Kämpfe in Israel behandelt. Israelische Soldaten hätten auf den Golanhöhen unmittelbar am Grenzzaun zu Syrien fünf Verwundeten erste Hilfe geleistet, sagte eine Sprecherin. Anschließend seien die Syrer in ein Krankenhaus in Galiläa gebracht worden. dpa

ZYPERN

EU und IWF berechnen offenbar

Folgen einer Pleite

Berlin/Nikosia - In der Debatte um Milliardenhilfen für Zypern rechnen die möglichen Geldgeber offenbar auch das Szenario einer Pleite des Landes durch. Europäische Kommission, Europäische Zentralbank (EZB) und Internationaler Währungsfonds (IWF) untersuchten die finanziellen Folgen eines Staatsbankrotts, berichtet die „Bild“-Zeitung. Die Berechnungen der sogenannten Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF gehen laut „Bild“ unter anderem auf Druck der Bundesregierung zurück. Das Bundesfinanzministerium äußerte sich dazu zunächst nicht. Betroffen von einer Pleite des zyprischen Staates wäre den Experten zufolge laut Zeitungsbericht vor allem Griechenland. Dort unterhalten mehrere zyprische Großbanken ein Filialnetz mit mehr als zehn Prozent der griechischen Spareinlagen. Ohne Hilfsgeld würden diese Banken pleitegehen. Banken anderer Euro-Staaten wären dagegen kaum betroffen, schrieb die Zeitung. AFP

AUSTRALIEN

Bericht: Canberra war gut informiert über „Gefangenen X“

Sydney - Australien war über den Fall des in israelischer Isolationshaft gestorbenen „Gefangenen X“ einem Bericht zufolge gut informiert. „Es zeigt sich jeden Tag mehr, wie tief (die Australier) in den Fall involviert waren“, sagte ein hoher israelischer Beamter der Zeitung „The Australian“. Die Behörden in Australien hätten den Mann mit israelischer und australischer Staatsbürgerschaft der Spionage verdächtigt und befragt. „Sie wussten vieles“, sagte der israelische Beamte. Der im Dezember 2010 erhängt aufgefundene Mann wurde von australischen Medien diese Woche als der gebürtige jüdische Australier Ben Zygier identifiziert, der nach seiner Rekrutierung durch Israels Auslandsgeheimdienst Mossad im Jahr 2001 nach Israel ausgewandert war. Eine Untersuchungsrichterin hatte einen Bericht vorgelegt, der eindeutig Selbstmord als Todesursache angab. Dennoch werden daran Zweifel gehegt. AFP

PAKISTAN

79 Menschen nach Bombenanschlag

auf Schiiten getötet

Quetta - Bei einem Anschlag auf Schiiten in der pakistanischen Stadt Quetta sind am Samstag nach Polizeiangaben 79 Menschen getötet und fast 200 weitere verletzt worden. Die Explosion wurde durch eine ferngezündete Bombe ausgelöst, wie die pakistanischen Behörden mitteilten. AFP

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