Zeitung Heute : AUSLAND

ÖSTERREICH

Umfrage: 42 Prozent

sehen gute Seiten an der Nazizeit

Wien - 42 Prozent der Österreicher sind der Meinung, dass unter Hitler „nicht alles schlecht“ war. Dies geht aus einer am Samstag veröffentlichten Umfrage hervor. Für 57 Prozent gab es dagegen keine guten Seiten an der Naziherrschaft in Österreich. Anlass der von der liberalen Tageszeitung „Der Standard“ in Auftrag gegebenen repräsentativen Befragung ist der 75. Jahrestag des „Anschlusses“ von Österreich an Nazideutschland am 12. März 1938. 53 Prozent der Befragten gaben an, der „Anschluss“ sei damals freiwillig erfolgt, 46 Prozent sehen Österreich als Opfer. Was die Aufarbeitung der Nazizeit angeht, sind 61 Prozent der Ansicht, sie sei ausreichend, 39 Prozent sehen Nachholbedarf. Auch in der Frage der Entschädigung von Nazi-Opfern gehen die Meinungen auseinander: 57 Prozent gaben an, dass die Opfer beziehungsweise deren Nachkommen ausreichend entschädigt wurden, 42 Prozent sind der Ansicht, dies sei nicht der Fall. In derselben Umfrage zeige sich auch, dass 61 Prozent der Befragten sich einen „starken Mann“ an der Spitze des Landes wünschen, schrieb „Der Standard“. dpa

SYRIEN

Rebellen lassen

UN-Blauhelme wieder frei

Istanbul - Die von syrischen Rebellen festgehaltenen Blauhelm-Soldaten sind nach Angaben von Aktivisten frei. Wie die syrischen Menschenrechtsbeobachter unter Berufung auf eine Quelle im Umfeld der Kidnapper am Samstag mitteilten, wurden die 21 vor allem von den Philippinen stammenden Männer an jordanische Behörden übergeben. Die UN-Beobachter waren am Mittwoch auf den Golanhöhen von einer bewaffneten Gruppe syrischer Rebellen als Geiseln genommen worden. Die Entführer forderten den Rückzug syrischer Regierungstruppen aus der Region Dschamla nahe der Waffenstillstandslinie zwischen Israel und Syrien. dpa/AFP

NORDKOREA

Regime kündigt

Ausbau des Atomprogramms an

Seoul/Peking - Die Drohungen aus Nordkorea werden immer schärfer. Das Regime in Pjöngjang kündigte am Samstag den weiteren Ausbau seines umstrittenen Atomprogramms an. Damit reagierte die Führung des kommunistischen Landes auf die Verschärfung der Sanktionen, die der UN-Sicherheitsrat am Donnerstag als Antwort auf den jüngsten Atomtest Nordkoreas beschlossen hatte. China, das im Weltsicherheitsrat die neuen Sanktionen mitgetragen hatte, rief die Führung in Pjöngjang zu neuen Verhandlungen auf. Nordkorea ließ sich allerdings von den Mahnungen seines traditionellen Freundes nicht beeindrucken: Der neue Sanktionsbeschluss sei ein „Produkt der feindseligen Politik der USA“ und werde vollständig zurückgewiesen, hieß es am Samstag in einer Erklärung des Außenministeriums in Pjöngjang. dpa

AFGHANISTAN

Selbstmordanschläge

während des Hagel-Besuchs

Kabul - Bei einem Selbstmordanschlag während des Besuchs von US-Verteidigungsminister Chuck Hagel in Afghanistan sind am Samstag neun Zivilisten getötet worden. Es gab 13 Verletzte, darunter zwei Mitarbeiter des afghanischen Verteidigungsministeriums, wie die Polizei in Kabul mitteilte. Der Anschlag, zu dem sich später die radikalislamischen Taliban bekannten, ereignete sich vor dem Ministerium. Bei einem weiteren Selbstmordattentat im Osten des Landes wurden acht Kinder und ein Polizist getötet. Der Attentäter habe seinen Sprengsatz neben einem Kontrollpunkt afghanischer und internationaler Einsatzkräfte in der Stadt Chost gezündet, wie der Gouverneur der gleichnamigen Provinz erklärte. AFP

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