Zeitung Heute : AUSLAND

ÄGYPTEN

Erster Flug von Kairo nach Teheran seit mehr als 30 Jahren

Kairo - Erstmals seit 34 Jahren gibt es wieder regulären Flugverkehr zwischen Ägypten und dem Iran. Nach Angaben eines Mitarbeiters des internationalen Flughafens in Kairo startete am Samstag eine Maschine der ägyptischen Charter-Fluggesellschaft „Air Memphis“ in Richtung Teheran. Zwischen Kairo und Teheran herrschte seit der islamischen Revolution im Iran 1979 diplomatische Eiszeit. Grund war das Friedensabkommen von Camp David zwischen Ägypten und Erzfeind Israel. Unter der neuen islamistischen Führung in Kairo hat eine vorsichtige Annäherung begonnen. Im Februar besuchte Ahmadinedschad als erster iranischer Präsident seit mehr als 30 Jahren das Land am Nil. dpa

RUSSLAND

Moskau weist US-Kritik an Razzien

bei Menschenrechtlern zurück

Moskau - Russland hat Kritik der USA an Durchsuchungen bei unabhängigen Menschenrechtsgruppen als „Einmischung in innere Angelegenheiten“ zurückgewiesen. Die Ankündigung Washingtons, die Nichtregierungsorganisationen (NGO) künftig „über Plattformen außerhalb Russlands“ zu finanzieren, verstoße gegen russische Gesetze, warnte das Außenministerium in Moskau am Samstag. Das US-Außenamt hatte die scharfen Kontrollen Dutzender NGOs zuvor als „Hexenjagd“ kritisiert. Kremlchef Wladimir Putin hatte das Vorgehen, von dem auch deutsche politische Stiftungen betroffen gewesen waren, als „Routine“ bezeichnet. dpa

PAKISTAN

Ex-Machthaber Musharraf darf

das Land nicht mehr verlassen

Islamabad - Pakistans Ex-Präsident Pervez Musharraf darf das Land nicht mehr verlassen. Das Innenministerium verhängte am Samstag eine Ausreisesperre gegen den Ex-Militärherrscher, wie die pakistanische

Zeitung „Express Tribune“ berichtete. Musharraf war vor knapp einer Woche nach vier Jahren im selbst gewählten Exil in Dubai wieder in seine Heimat zurückgekehrt, um bei den Wahlen Mitte Mai anzutreten. Gegen den 69-Jährigen sind verschiedene Gerichtsverfahren anhängig.epd

AFGHANISTAN

Ehemalige Bundeswehr-Übersetzer demonstrieren für Asyl

Masar-i-Scharif - Aus Angst vor Vergeltung durch die Taliban haben ehemalige Ortskräfte der Bundeswehr vor dem Feldlager im nordafghanischen Kundus für Asyl in Deutschland demonstriert. Etwa 35 Afghanen versammelten sich am Samstag vor dem Camp. „Die Sicherheitslage verschlechtert sich hier, und die Bundeswehr hat uns alleine gelassen“, sagte der 24-jährige Übersetzer Aliullah Nasari, der für seine Kollegen sprach. „Die Bundeswehr muss uns dabei helfen, außer Landes zu kommen, oder uns Asyl in Deutschland gewähren.“ Ein Bundeswehr-Sprecher in Kundus sagte, Nasari sei ins Feldlager gebeten worden und man habe ihm versichert, die Ängste auch ehemaliger Mitarbeiter würden sehr ernst genommen. dpa

SYRIEN

Deutscher Fernsehjournalist

in Aleppo angeschossen

Hamburg - Der langjährige ARD-Fernsehkorrespondent für die Arabische Welt Jörg Armbruster ist im nordsyrischen Aleppo angeschossen worden. Nach einer Notoperation in einem syrischen Krankenhaus sei sein Zustand stabil, teilte der Südwestrundfunk (SWR) mit. Der 65-Jährige sei in einem Krankenwagen mit ärztlicher Begleitung an die türkische Grenze gebracht worden. Armbruster hielt sich laut SWR seit Anfang der Woche mit dem SWR-Hörfunkreporter Martin Durm im Gebiet der Freien Syrischen Armee auf. Dort wollte er eine Reportage über die Rebellen drehen. BERICHT SWR]/BERICHT SWR]dpa

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar