Zeitung Heute : AUSLAND

NAHOST

Palästinensischer Ministerpräsident Fajad zurückgetreten

Ramallah - Der palästinensische Ministerpräsident Salam Fajad ist zurückgetreten. Er habe Präsident Mahmud Abbas am Samstag um seine Entlassung gebeten, teilte eine Sprecherin in Ramallah mit. Dieser habe den Rücktritt akzeptiert. Hintergrund ist ein seit Tagen schwelender Streit in der Palästinenserführung um den Rücktritt von Finanzminister Nabil Kassis. Während Abbas Kassis im Amt halten wollte, hatte Fajad dessen Rücktritt im vergangenen Monat zugelassen. dpa

CHINA

Kerry: Peking muss mehr Druck

auf Nordkorea machen

Peking - Angesichts der Kriegsdrohungen aus Pjöngjang drängt US-Außenminister John Kerry die chinesische Führung zu mehr Druck auf Nordkorea. „Dies ist eine kritische Zeit mit einigen großen Herausforderungen“, sagte Kerry dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping am Samstag in Peking. Vor seiner ersten Reise in die Volksrepublik als Außenminister hatte er erklärt, niemand sei besser geeignet als die Chinesen, „um Veränderungen herbeizuführen“. Bei ihrem Treffen vereinbarten Kerry und Jinping, eine gemeinsame Arbeitsgruppe zum Kampf gegen Cyberattacken einzusetzen. Es gehe um Rechtssicherheit, Interessenschutz und Sicherheit der Infrastruktur beider Länder, erklärte Kerry. rtr/AFP

USA

Obama überlässt Mutter von Newtown-Opfer Ansprache im Radio

Washington - US-Präsident Barack Obama hat am Samstag einer trauernden Newtown-Mutter die traditionelle wöchentliche Rundfunkansprache überlassen. Mit bewegenden Worten rief Francine Wheeler, die vor vier Monaten beim Massaker in einer Grundschule ihren sechsjährigen Sohn Ben verloren hatte, den Kongress zur Verschärfung von Waffengesetzen auf. Dabei kämpfte sie immer wieder mit den Tränen, flehte geradezu um „vernünftige Reformen“. Es war das erste Mal in Obamas gut vierjähriger Amtszeit, dass ein normaler Bürger die Ansprache hielt. Bisher wurde der Präsident allenfalls von seinem Vize Joe Biden vertreten. Eine Verschärfung des Waffenrechts gehört seit dem Blutbad von Newtown zu Obamas innenpolitischen Hauptanliegen. dpa

VEREINTE NATIONEN

Mitarbeiter des Strafgerichtshofs unter Missbrauchsverdacht

Den Haag/Berlin - Die Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag hat in einer Mitteilung bekannt gegeben, dass ihr Haus Ermittlungen gegen einen ehemaligen Mitarbeiter aufgenommen hat. Wie Fatou Bensouda erklärte, werfen vier Zeugen der Person in der Demokratischen Republik Kongo sexuellen Missbrauch vor. Ob es sich bei dem Angeschuldigten um einen Mann oder ein Frau handelt, hat der IStGH ebenso wenig bekannt gemacht, wie die Nationalität der Person. Die vier Zeugen sollen eigentlich vom IStGH geschützt werden. Der ehemalige Mitarbeiter hat im Osten Kongos Ermittlungen in einem von insgesamt sieben Fälle geführt. Die Vorwürfe würden „sehr ernst genommen“ und mit „großer Gründlichkeit und Vorsicht“ untersucht, teilte Bensouda mit. deh

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