Zeitung Heute : AUSLAND

AFGHANISTAN

Drei Nato-Soldaten

bei „Insider-Angriff“ getötet

Kabul – Bei einem mutmaßlichen „Insider-Angriff“ im Osten Afghanistans sind am Samstag drei US-Soldaten getötet worden. Der Angreifer habe eine Uniform der afghanischen Sicherheitskräfte getragen, sagte ein Sprecher der Militärallianz und nährte damit den Verdacht, dass es sich bei ihm um einen in die Streitkräfte eingeschleusten Aufständischen handelte. Im Westen des Landes wurden bei einem Anschlag ein italienischer Soldat getötet und mindestens drei weitere leicht verletzt, wie der Generalstab in Rom bestätigte. Die Nato-geführten Truppen kämpfen gemeinsam mit der afghanischen Armee gegen die Aufständischen. Allerdings gibt es immer wieder Angriffe afghanischer Soldaten auf internationale Truppen, was Misstrauen zwischen den Streitkräften schürt. Vergangenes Jahr wurden mehr als 60 ausländische Soldaten bei sogenannten Insider-Angriffen getötet. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte bei einem unangekündigten Besuch in Kabul nach einen Treffen mit Präsident Hamid Karsai: „Man muss leider auch mit weiteren Rückschlägen rechnen.“ AFP

KOREA

Zeichen der Entspannung

zwischen Norden und Süden

Seoul - Erstmals seit Jahren bahnen sich zwischen Nord- und Südkorea hochrangige Gespräche über eine Entspannung des Verhältnisses zwischen beiden Ländern an. Konkret wurde über ein Treffen auf Arbeitsebene am heutigen Sonntag und möglicherweise eine spätere Zusammenkunft auf Ministerebene diskutiert. Eine im März im Zuge zunehmender Spannungen von Nordkorea gekappte ständige Telefonverbindung wurde wieder in Betrieb genommen. Ein Sprecher des nordkoreanischen Komitees für die Friedliche Wiedervereinigung Koreas sagte am Freitag, bilaterale Gespräche sollten nach Ansicht Pjöngjangs im derzeit geschlossenen gemeinsamen Industriekomplex Kaesong auf nordkoreanischem Boden und zunächst lediglich auf Arbeitsebene stattfinden. Er reagierte damit auf ein Angebot der südkoreanischen Regierung vom Vortag, für Mittwoch ein Ministertreffen in Seoul anzuberaumen. Südkorea zeigte sich einverstanden, zunächst die Arbeitsebene tagen zu lassen. Die Gespräche sollten allerdings nicht in Kaesong stattfinden, sondern im Grenzort Panmunjom, teilte das südkoreanische Wiedervereinigungsministerium mit. AFP

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