Zeitung Heute : AUSLAND

MEXIKO

Mehr als ein Dutzend Kandidaten

vor Regionalwahlen ermordet

Mexiko-Stadt/São Paulo - Unmittelbar vor den Regionalwahlen in Mexiko wird das Land von einer Welle der Gewalt erfasst. In den vergangenen Wochen wurden mehr als ein Dutzend Kandidaten ermordet, wie die Zeitung „La Reforma“ berichtet. Weitere Kandidaten und Helfer bei Wahlkampagnen wurden entführt oder massiv eingeschüchtert. Am heutigen Sonntag wird in Mexiko in der Hälfte des Landes gewählt. In 14 der 32 Bundesstaaten wird ein neuer Kongress gewählt, in 1400 Gemeinden über die Bürgermeister abgestimmt. Aus Angst vor Anschlägen am Wahltag haben 562 Angestellte der Nationalen Wahlbehörde ihre Arbeit niedergelegt. Besonders betroffen sind die nördlichen Bundesstaaten, wo schon seit Jahren ein Krieg zwischen rivalisierenden Drogenkartellen tobt. Die Regionalwahlen sind ein wichtiger Stimmungstest für die nationale Politik. Es ist das erste Mal nach Amtseinführung des neuen mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto im vergangenen Dezember, dass die Menschen an die Wahlurne gebeten werden. epd

NIGERIA

Erneut Massaker

in einer Schule

Abuja - Mutmaßlich islamistische Extremisten haben in einer abgelegenen Schule in Nord-Nigeria über Nacht ein Massaker angerichtet und 42 Menschen umgebracht, die meisten davon Schüler. Laut Augenzeugen trieben die Angreifer ihre Opfer in der weiterführenden Schule in Mamudo im Unruhestaat Yobe im Schlafgebäude zusammen, warfen Sprengsätze und schossen. Hinter der Attacke wird die Sekte Boko Haram vermutet. Der Gewalt von Boko Haram, deren Name „Westliche Bildung ist böse“ bedeutet, sind in vier Jahren schätzungsweise 3600 Menschen zum Opfer gefallen. In den vergangenen Monaten wurden bei Angriffen auf Schulen schon hunderte Schüler getötet. AFP

KOREA

Norden und Süden reden über Zukunft von gemeinsamem Industriepark

Seoul - Süd- und Nordkorea setzen nach den heftigen Spannungen in den vergangenen Monaten ihre zaghafte Annäherung fort. Vertreter beider Länder nahmen am Samstag im Grenzort Panmunjom Gespräche über die Zukunft des seit April geschlossenen gemeinsamen Industrieparks von Kaesong auf. Während Nordkorea eine rasche Wiedereröffnung befürwortete, verlangte Südkorea, dass das Nachbarland die Verantwortung für die Schließung des grenznahen Komplexes und die dadurch verursachten Schäden übernehme. Das kommunistische Regime in Pjöngjang hatte den Industriepark vor gut drei Monaten „vorübergehend“ geschlossen. Das Projekt ist nicht nur ein Symbol der Annäherung, sondern gilt auch als wichtiger Devisenbringer für den verarmten Norden. dpa

USA

Pentagon: Test von Raketenabwehrsystem gescheitert

Washington - Die USA haben bekannt gegeben, dass ein Test ihres Raketenabwehrsystems gescheitert ist. Vom Luftwaffenstützpunkt Vandenberg in Kalifornien sei eine Abfangrakete gestartet, die eine von den Marshall-Inseln abgeschossene Langstreckenrakete hätte ausschalten sollen, erklärte das US-Verteidigungsministerium am Freitag (Ortszeit) in Washington. Dies habe jedoch nicht funktioniert. Die Gründe würden nun von den Verantwortlichen des Programms geprüft. Das Raketenabwehrsystem hatte bereits mit zahlreichen technischen Problemen zu kämpfen, mehrere Versuchen wurden verschoben. Für das System wurden 30 Raketen in Alaska und Kalifornien installiert, die Kosten des Programms belaufen sich auf rund 34 Milliarden Dollar (26,5 Milliarden Euro). AFP

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