Zeitung Heute : AUSLAND

RUSSLAND

Journalist wegen „Homo-Propaganda“

zu einer Geldstrafe verurteilt

Moskau - Die Verurteilung eines russischen Journalisten wegen „Homosexuellen-Propaganda“ stößt auf Kritik von Menschenrechtlern. Der Reporter Andrej Saturin aus Chabarowsk im Fernen Osten war zu 50 000 Rubel (etwa 1060 Euro) Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte einen schwulen Lehrer zu Wort kommen lassen, der wegen seiner Sexualität entlassen worden war. Wenige Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Sotschi handele es sich um ein „klares Signal, dass Russland kein Interesse hat, die Unterdrückung der Rechte seiner Bürger zu stoppen“, erklärte die Organisation Human Rights First in der Nacht zu Samstag. Zudem zeigten sich Aktivisten besorgt über ein Verfahren gegen die Journalistin Jelena Klimowa wegen „Homo-Propaganda“. Die 25-Jährige hatte in sozialen Netzwerken eine Gruppe gegründet, in der sich jugendliche Schwule und Lesben austauschen können. dpa

SUDAN

Regierung verbietet Rotem Kreuz

die Arbeit im Land

Khartum - Das Internationale Rote Kreuz muss seine Tätigkeit im Sudan auf Anordnung der Regierung bis auf Weiteres einstellen. Als Begründung nannte Khartum „technische Probleme“, wie die Hilfsorganisation am Samstag mitteilte. Das Rote Kreuz habe in der vergangenen Woche einen Brief der sudanesischen Kommission für humanitäre Hilfe mit der Aufforderung erhalten, jede Aktivität vom 1. Februar an auszusetzen, sagte Sudans Rote-Kreuz-Sprecher Rafiullah Kureschi. Die Organisation habe daraufhin um ein Treffen mit sudanesischen Regierungsvertretern gebeten. Die Regierung des Krisenlandes war am Samstag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. dpa

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