Auslandsstudium : Lernen auf Pump

Österreichs Universitäten sind schwer angesagt. Aber wer in Wien, Graz oder Innsbruck studieren will, braucht Geld. Die gute Nachricht: Es gibt viele Wege, sein Auslandsstudium oder Gastsemester zu finanzieren.

Ulrike Schattenmann

Ein erster Ansprechpartner ist der Deutsche Akademische Auslanddienst (DAAD), der auf seiner Internetseite www.daad.de einen Überblick über alle Fördermöglichkeiten bietet.

Wer bis jetzt schnell und gut im Studium war, und nur für eine begrenzte Zeit ins Ausland will, könnte bei einem leistungsbezogenen Stipendium Chancen haben. 24 Treffer ergab die Online-Stiftungsdatenbank des DAAD für Österreich. „Wer sich für ein Jahresstipendium bewirbt, muss schlüssig begründen können, was er vorhat und warum er ins Ausland will“, sagt Francis Hugenroth vom DAAD. „Etwa weil es Experten für das Studienthema nur dort gibt, oder weil schon Kontakte bestehen.“

Doch auch wer nicht zur Bildungselite gehört, kann auf finanzielle Hilfe hoffen. Das staatliche Darlehen für eine Ausbildung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) gibt es auch im Ausland. Seit Januar 2008 besteht ein Anspruch auf Förderung für ein Studium innerhalb der EU vom ersten Semester bis zum Abschluss. Zuständig dafür sind je nach Zielland unterschiedliche Ämter. Wer nach Österreich will, muss sich an das Amt für Ausbildungsförderung im Schulreferat München wenden. „Die Zahl der Anträge ist stark gestiegen“, sagt die Pressesprecherin des Referats Eva Maria Volland. Sie rät deswegen allen Antragstellern, sich rechtzeitig zu bewerben - und sich vorher in der Telefonsprechstunde beraten zu lassen. „Viele Anträge sind nicht korrekt oder unvollständig ausgefüllt, die müssen wir dann wieder zurückschicken“, sagt sie.

Kein Anspruch auf BaföG und trotzdem Ebbe im Geldbeutel? Dann helfen Banken und Sparkassen weiter. Zinsgünstige Studienkredite gibt es inzwischen als Voll- oder Teilfinanzierung. Aber Vorsicht: Wer hier zu teuer einkauft, muss hinterher doppelt und dreifach zurückzahlen. Ein Vergleich lohnt sich, zum Beispiel der von Stiftung Warentest (www.test.de).

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