Ausstellung „Accidental Accomplishment“ : Marathon mal anders

Das Intitut für Raumexperimente zeigt die Ausstellung „Accidental Accomplishment“: Ein Marathon am Institut für Raumexperimente.

Lena Appel
Olafur Eliasson.
Olafur Eliasson .Foto: dpa

„Marathon“ – da denkt man erst einmal an Dauerlauf. Damit hat der Marathon am Institut für Raumexperimente des UdK-Professors Olafur Eliasson allerdings rein gar nichts zu tun. Wobei, Ausdauer brauchen die Studenten trotzdem. „Besonders an diesem Lehrformat ist, dass es sehr dicht ist. So haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ein Thema aus verschiedenen Perspektiven zu sehen", erklärt Christina Werner, Mitarbeiterin im Institut für Raumexperimente der UdK Berlin. Zusammen mit dessen Leiter Olafur Eliasson und Eric Ellingsen entwickelte sie das Konzept des Marathons, bei dem Künstler aus aller Welt an drei Tagen ihre Arbeit präsentieren.

In jedem Semester steht der Marathon unter einem anderen Thema. So gab es in der Vergangenheit „Sound Marathons“, einen „Artist Marathon“ und einen „Space Activism Marathon“. Dieses Mal ging es um „Performance Practices“, und gleich beim ersten Vortrag gab es eine Performance zu erleben: Der dänische Künstler Christian Falsnaes scheuchte seine Zuhörer auf und animierte sie zu singen und rhythmisch zu stampfen.

Der Austausch nach jedem Vortragsblock bildete das eigentliche Herzstück der Veranstaltung. Behandelt wurden dabei viele Themen, von politischer Kunst, über Kritik an einzelnen Performances, bis hin zu den Konflikten in der Türkei. Diese Diskussionen waren auch Meaghen Buckleys persönliche Höhepunkte. „Das ist wie bei einer Konferenz, man kann fragen und Gedanken fortführen“, fand die Austauschstudentin aus Kanada.

Das von Meg Stuart choreographierte Stück „Messy Pile“ war ein Höhepunkt der Tage: Ineinander verknotet, über- und untereinander bewegten sich die fünf Tänzer in einer Art Knäuel zusammen mit verschiedenen Stoffen, Schnüren und Matten, die sich immer mehr mit den Körpern verwoben.

Das Institut für Raumexperimente zeigt die Ausstellung „Accidental Accomplishment“, immer 14 bis 19 Uhr, Christinenstraße 18/19, Haus 2, Prenzlauer Berg.

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