AUSSTELLUNG „Heroische Zeiten. Tausend Jahre persisches Buch der Könige“ : Von Siegen und Niederlagen

Sie erzählen über Generationen hinweg von Liebe und Macht, Tod und Unsterblichkeit, von den menschlichsten Themen. Deshalb sind Epen so faszinierend. Der persische Dichter Ferdausi beendete sein Buch der Könige vor 1000 Jahren. Er schildert darin die Geschichten der alten Könige von Iran. 50 000 Verse zählt das „Schahname“, so heißt das Werk beachtlichen Ausmaßes. Es ist doppelt so umfangreich wie Homers Epen. Der Dichter soll daran 35 Jahre gearbeitet haben. Über Jahrhunderte wurden die mythischen und historischen Geschichten aus dem Epos weitergetragen und in prachtvollen Schriften festgehalten. Noch heute spielt das „Schahname“ in der persischen Kultur eine wichtige Rolle.

Einer der Helden des Epos ist der siegreiche Rostam. Welche Prüfungen er bestehen musste, wie farbenprächtig diese Episoden erzählt werden, lange bevor es Comics gab – das ist nun alles in einer Ausstellung im Pergamonmuseum zu erkunden: „Heroische Zeiten. Tausend Jahre persisches Buch der Könige“ stellt dieses Stück Weltliteratur vor, mit über 100 Objekten. Das Museum für Islamische Kunst und die Orientabteilung der Staatsbibliothek besitzen in ihren Sammlungen kostbare Schätze zum Schahname, seltene Blätter und Handschriften, teilweise aus dem 14. Jahrhundert, von denen viele bisher noch nie zu sehen waren. Dazu werden Waffen, Keramik, Textilien und Fliesen präsentiert, ein umfangreiches Begleitprogramm soll in die altpersische Welt entführen. Unter anderem kann man sich Heldengeschichten zum Anhören im Internet herunterladen, mehr dazu unter www.smb.museum/rostam.Anna Pataczek

Pergamonmuseum, Sa 19.3. bis So 3.7.,

Mo-So 10-18 Uhr, Do 10-22 Uhr, 12 €, erm. 6 €

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