AUSSTELLUNG„Early Years“ in den Kunst-Werken : Die Karawane zieht weiter

Keine vier Monate mehr und die nächste Berlin-Biennale findet in den Kunst-Werken in der Auguststraße statt (ab 11. Juni). Zuvor ist dort allerdings noch eine Ausstellung zu sehen, die man als Vorgriff auf die große Sommerschau verstehen kann. „Early Years“ ist die Präsentation überschrieben, mit der sich das Warschauer Museum für Moderne Kunst in Berlin präsentiert. Tania Bruguera, Sanja Ivekovic, Daniel Knorr, Zbigniew Libera, Artur Zmijewski – längst bekannte Namen im internationalen Betrieb – zeigen Arbeiten, mit denen sie die Entstehung eines Museums im Zentrum der polnischen Hauptstadt reflektieren. Wo sich bis vor kurzem noch eine Leerstelle befand, soll bald ein neues Gebäude für die zeitgenössische Kunst stehen, die im Land gegenwärtig eine große Blüte erlebt.

„Early Years“ ist zugleich Teil des Projektes „The Promised City“, einer kulturellen Initiative zwischen Berlin und Warschau mit Kooperationen in Mumbai und Bukarest, in der sich Künstler und Kuratoren mit den Illusionen und Glücksversprechend moderner Metropolen auseinandersetzen. Darin besteht auch die Nähe zur 6. Berlin-Biennale, deren Vorbereitungen längst auf Hochtouren laufen. Andernorts war schon zu erfahren, was in Berlin zu sehen sein wird: Marcus Geiger gab in Wien einen Workshop, Nilbar Güre und Vasif Kortun sprachen in Istanbul über ihr Projekt. Marie Voignier und Pierre Bal-Blanc werden im März über ihre Pläne im französischen Brétigny reden, Thomas Locher veranstaltet im April ein Seminar in Kopenhagen. Berlin, die Kunst-Werke, die Biennale ist für sie alle nur eine Station auf dem Weg, der etwa nach Warschau führen mag. Nicola Kuhn

KW Institute for Contemporary Art, So 28.2. bis So 2. 5., Di-So 12-19 Uhr, Do 12-21 Uhr, 6 €, erm. 4 €

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben