AUSSTELLUNG„Erzähl’ mir was vom Tod“ : Picknick auf dem Friedhof

Konstantin Seliger

Im Labor der Unsterblichkeit habe ich einen Unsterblichkeitstrank gemischt. Mal sehen, wie lange er wirkt. Die Ausstellung „Erzähl’ mir was vom Tod“ in der Parochialkirche zeigt, wie unterschiedlich die Menschen mit dem Tod umgehen. Zum Beispiel wurden Menschen früher auch zusammengekrümmt begraben wie ein Baby im Bauch. Bei den Mexikanern ist die Totenfeier ganz bunt. Es wird das Lieblingsessen des Verstorbenen auf dem Friedhof serviert, und die Familie macht neben dem Grab ein Picknick. Ein Trickfilm zeigt, was Kinder glauben, was nach dem Tod kommt. Die Galerie der Lebensalter will zeigen, dass alles Leben ein Ende hat. Da muss man Pflanzen, Tiere und Menschen ihrer Lebenszeit zuordnen. Zum Beispiel lebt der Elefant 60 Jahre, eine Fliege nur 30 Tage.

In einem riesigen Märchenbuch kann man eine neue Version des Grimm-Märchens „Gevatter Tod“ lesen. Darin wird ein Junge von seinem Vater an den Tod weggeben. Später wird der Junge Arzt. Der Tod hat mit ihm einen Handel abgeschlossen: Der Arzt darf Kranke nur heilen, wenn der Tod am Kopf des Kranken steht. So kann er auf den ersten Blick sagen, ob der Kranke geheilt werden kann oder nicht. Das geht so lange gut, bis er zum König gerufen wird …

Ich fand die Ausstellung wirklich interessant, denn über dieses Thema erfährt man von Erwachsenen meistens wenig. Ich empfehle die Ausstellung, weil ich jetzt besser mit dem Thema klar komme. Konstantin Seliger

Parochialkirche, bis 29.8., Di/Do 9-19 Uhr, Mi/Fr 9-14.30 Uhr, Sa 13- 18 Uhr, So 12-18 Uhr, ab sechs Jahre, 3,50€ erm. 2,50 €. Konstantin Seliger ist zehn und wohnt in Spandau.

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