AUSSTELLUNG„Pacific Standard Time“ : Über den Dächern von L.A.

Die berühmten Swimmingpool-Bilder von David Hockney sind eine visuelle Verdichtung des kalifornischen Lebensgefühls, der ideale Einstieg für „Pacific Standard Time“, eine Ausstellung die sich mit Kunst aus Los Angeles seit 1945 beschäftigt. Teile der gigantischen Schau – über 60 Museen, Galerien und Universitäten in ganz Südkalifornien nahmen teil, das Getty Research Institute gab 10 Millionen Dollar dafür aus – sind jetzt im Martin-Gropius- Bau zu sehen; ein für allemal soll klar werden: L.A. ist fester Bestandteil der amerikanischen Kunstgeschichte. Denn während New York als Kunstmetropole unumstritten ist, musste sich L.A. stets gegen das Vorurteil behaupten, dort gäbe es nichts außer Sonne und Surfer. Dabei entwickelte sich seit den Fünfzigern eine experimentierfreudige Kunstszene mit Protagonisten wie John Baldessari, Ed Ruscha, Bruce Nauman, David Hockney oder dem großen Rebellen und Teilzeit-Berliner Ed Kienholz. Vor allem die Malerei konnte sich im lockeren L.A. befreien, die Kunst drängte nach draußen, suchte einen anderen Kontakt zum Publikum. Und die Architekturfotografien von Julius Shulman (Foto) zeigen den visionären L.A.-Baustil in Reinform .Birgit Rieger

Martin-Gropius-Bau, Do 15.3. bis So 10.6., Mi-Mo 10-19 Uhr, 12 €, erm. 9 €

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