Zeitung Heute : Baby und Job

Antje Schweitzer

Mutterschutz, Elterngeld und Elternzeit sind die tragenden Säulen, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. „Der Mutterschutz ist ein absoluter Kündigungsschutz“, sagt Claudia Frank, Fachanwältin für Arbeitsrecht und Steuerrecht in Berlin. Insbesondere Müttern soll die Rückkehr in den Beruf erleichtert werden. Väter haben bessere Chancen als noch vor etlichen Jahren, sich ohne berufliche Nachteile vorübergehend um den Nachwuchs zu kümmern.

Gesetzlich krankenversicherte Frauen bekommen sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Entbindung Mutterschaftsgeld. Die Kassen zahlen höchstens 13 Euro pro Tag. Die Differenz zum durchschnittlichen Nettoeinkommen übernimmt der Arbeitgeber.

Das Elterngeld beträgt 67 Prozent des durchschnittlichen letzten Nettoeinkommens, höchstens aber 1800 Euro pro Monat. Nicht Erwerbstätige erhalten höchstens 300 Euro. Die Leistung gibt es zwölf Monate – 14 Monate, falls auch der Vater mindestens zwei Monate das Baby umsorgt (siehe auch Seite B12).

Die Elternzeit beträgt höchstens drei Jahre und „wird von Vätern immer noch zu wenig in Anspruch genommen“, glaubt Claudia Frank. Väter und Mütter haben einen Anspruch darauf, Geld vom Arbeitgeber gibt’s aber nicht.

Mütter, die es nach der Babypause langsamer angehen lassen wollen, haben ein Recht auf Teilzeitbeschäftigung. Voraussetzung ist, dass ihr -Betrieb regelmäßig mehr als 15 Mitarbeiter beschäftigt und die Mutter vor der Geburt mindestens sechs Monate dort gearbeitet hat. Antje Schweitzer

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