Zeitung Heute : Bahn prüft Schadenersatzklage gegen frühere Manager der S-Bahn

Berlin - Nach dem Desaster bei der Berliner S-Bahn lässt Bahnvorstand Rüdiger Grube jetzt prüfen, ob das frühere Management für den Schaden haftbar gemacht werden kann. Auf die S-Bahn können, wie berichtet, Kosten in Höhe von fast 100 Millionen Euro zukommen.

Grube wirft dem damaligen S-Bahn- Management in einem „Spiegel“-Interview vor, nach dem Riss an einem Rad im Jahr 2003 bestehende Gewährleistungsansprüche beim Hersteller der Räder nicht geltend gemacht zu haben. Warum dies unterblieben sei, werde derzeit geprüft. Erste Ergebnisse sollen in wenigen Tagen vorliegen. Der damalige S-Bahn- Chef Günter Ruppert war 2007 in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet worden. Er war dem Vernehmen nach abgelöst worden, weil er die Sparvorgaben des Mutterkonzerns nicht umsetzen wollte. Ruppert war am Sonntag nicht zu erreichen.

Der Riss des Rades war 2003 nach Tagesspiegel-Informationen aufwendig untersucht worden. Ein Materialfehler wurde damals nicht gefunden. Erst nach dem Bruch eines Rades am 1. Mai in diesem Jahr hatte man erkannt, dass die Räder schneller als vorgesehen verschleißen und deshalb früher ausgetauscht werden müssen. kt

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