Zeitung Heute : Bahn verschärft Kontrollen: Schlechte Zeiten für Trittbrettfahrer

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Fahrscheine werden künftig in Zügen schärfer kontrolliert als bisher. Wie dazu die Deutsche Bahn AG mitteilte, sollen damit Grau- und Schwarzfahrer ausgebremst werden. Als Graufahrer zählen jene Passagiere, die zwar mit gültigem Tiket reisen, dieses aber unterwegs nicht entwerten lassen, um es später zurück erstattet zu bekommen. Speisewagen und Toilette sind die häufigsten Ausweichpunkte, um sich der Fahrscheinkontrolle zu entziehen. Dem will die Bahn mit zusätzlich in den Zügen eingesetzten Prüftams einen Riegel vorschieben.

Bei der Erstattung von Fahrscheinen an dem ersten Geltungstag war es bisher so, dass das Tiket zurückgenommen wurde. Das wird sich ab 1. August 2000 ändern. Der Fahrgast soll einen schriftlichen Nachweis vorlegen, wie zum Beispiel Taxiquittung oder Mietwagenrechnung oder Krankenschein, um zu beweisen, dass er nicht mit der Bahn gereist ist. Dies gilt auch für die so genannte teilweise Nutzung von Fahrscheinen. Die Bearbeitungsgebühr bleibt mit 14 Mark unverändert. Vor dem ersten Geltungstag sind die Rücknahme der Fahrkarten und der Umtausch weiterhin kostenlos möglich. Eine mündliche Begründung des Fahrgastes wird künftig nur noch dann akzeptiert, wenn der hierfür überzeugende Gründe benennen kann.

Fahrscheine können ab dem 1. August bereits drei Monate vor dem ersten Geltungstag gekauft werden. Tikets für die Hin- und Rückfahrt über 100 Kilometer sind künftig zur Hinfahrt am ersten Geltungstag und an den drei Folgetagen gültig. Die Rückfahrt muss innnerhalb eines Monats an vier aufeinanderfolgendne Tagen erfolgen.

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