Zeitung Heute : Bahr wirbt für neue deutsche Ostpolitik

Berlin - Zum 40. Jahrestag des Kniefalls Willy Brandts in Warschau hat der Architekt der bundesdeutschen Entspannungspolitik Egon Bahr eine neue Ostpolitik verlangt. „Ostpolitik hat auf Europa bezogen das Ziel, einen gemeinsamen Raum stabiler Sicherheit zu schaffen, nur konventionell bewaffnet. Das atomare Geschäft bleibt in den Händen derer, die über solche Waffen verfügen. Das geht nicht ohne Russland und nicht ohne die Anwesenheit der USA“, sagte er dem Tagesspiegel am Sonntag. Eine Erweiterung der Europäischen Union um weitere Staaten Osteuropas lehnt der SPD-Politiker dagegen ab. Die EU sei „gesättigt“ und arbeite noch an ihrer Handlungsfähigkeit. Bahr sprach sich zudem für eine engere Anbindung Polens an die deutsche Europapolitik aus. „Der französisch-deutsche Motor in der EU braucht dringend gleichberechtigte Unterstützung durch den Osten“. SB

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