BANGLADESCH : AUSLAND Dhaka fürchtet EU-Auflagen

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VENEZUELA

Maduro wirft Kolumbiens Ex-Premier Mordkomplott vor

Caracas - Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro vermutet den früheren kolumbianischen Staatschef Alvaro Uribe hinter einem angeblichen Mordkomplott gegen seine Person. Der Attentatsplan sei mit Hilfe einiger Politiker der rechten Opposition in Venezuela geschmiedet worden, behauptete Maduro bei einer Diskussion mit Angestellten der öffentlichen Verkehrsbetriebe am Freitag in der Hauptstadt Caracas. Uribe nannte Maduros Äußerungen auf seiner Twitter-Seite einen „kindischen Vorwurf“. „Uribe ist ein Mörder, ich habe schon genügend Anhaltspunkte dafür gesammelt, dass er an einer Verschwörung beteiligt ist“, sagte Maduro. Der Nachfolger des im März an einem Krebsleiden gestorbenen langjährigen Staatsoberhaupts Hugo Chávez bezichtigte „rechte Faschisten“ in seiner Heimat und dem Ausland, ihn stürzen oder „verschwinden lassen“ zu wollen, um Anarchie zu stiften. Laut Maduro sollen bewaffnete Einheiten im südlichen Amazonasgebiet nur darauf warten, nach Venezuela einzudringen und eine Attacke gegen ihn auszuführen. Die Drahtzieher dieser Pläne seien neben Uribe zwei frühere US-Diplomaten aus Miami, Roger Noriega und Otto Reich. AFP

BRASILIEN

Ermittler erwägen Exhumierung

des verstorbenen Präsidenten Goulart
Sao Paulo - Zur Klärung eines Mordverdachts erwägt die brasilianische Staatsanwaltschaft die Exhumierung des früheren Präsidenten João Goulart. Ein entsprechender Antrag der Ermittler im Bundesstaat Rio Grande do Sul werde geprüft, teilte die Anklagebehörde am Freitag (Ortszeit) mit. Die Ermittler wollen durch eine Untersuchung der Leiche des 1964 vom Militär gestürzten Staatschefs prüfen, ob er 1976 von seinen rechten Gegnern ermordet wurde. Goulart hatte Brasilien von 1961 bis zu seinem Sturz 1964 geführt. Anschließend war er nach Uruguay und später nach Argentinien ins Exil gegangen, wo er 1976 starb – offiziell an einem Herzinfarkt. Seit 2007 gehen Ermittler dem Verdacht nach, dass er im Zuge der Operation Condor ermordet wurde. Damit wird das gezielte Vorgehen der Militärherrscher in Argentinien, Brasilien und Chile zur Ausschaltung linker Oppositioneller bezeichnet. AFP

SÜDKOREA

Seoul hindert Aktivisten

an Flugblatt-Protest gegen Pjöngjang

Seoul - Südkoreas Polizei hat abtrünnige Nordkoreaner an einer Protestaktion gegen ihr Heimatland gehindert. Wie Augenzeugen am Samstag berichteten, hielten die Beamten die Aktivisten vom Abwurf von Flugblättern an der Grenze zwischen beiden Ländern ab, mit denen sie gegen die Führung in Pjöngjang protestieren wollten. Die rund 200 000 Flugblätter sollten von einem Ballon über dem militärisch schwer gesicherten Grenzstreifen abgeworfen werden. Die Polizei beschlagnahmte das Material, worauf die Aktivisten wütend reagierten. Die Kritiker von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un riefen Parolen wie „Sagt den Nordkoreanern die Wahrheit!“ und entrollten Banner, auf denen sie das „diktatorische Erbregime“ in Pjöngjang verurteilten. Die Polizei hatte angekündigt, ihre Aktion zu unterbinden, um Zusammenstöße zwischen den Aktivisten und Bewohnern der Grenzregion zu verhindern. Letztere fürchten sich vor Vergeltung aus dem Norden, nachdem Pjöngjang mit dem Beschuss von Gebieten gedroht hatte, von denen aus mit Flugblättern zum Protest aufgerufen wird. AFP

Dhaka - Bangladesch hat die EU nach dem Einsturz eines Fabrikgebäudes aufgefordert, nicht zu strenge Auflagen gegen seine Textilindustrie zu verhängen. „Wenn die EU oder andere Käufer strenge Handelsbedingungen gegenüber Bangladesch aufstellen, wird das der Wirtschaft des Landes schaden und Millionen werden ihren Job verlieren“, sagte der höchste Beamte im Handelsministerium, Mahbub Ahmed, am Samstag. Aus den Trümmern wurden bisher 550 Tote geborgen. 3000 Menschen wurden verschüttet, Armeeangaben zufolge konnten 2437 Menschen gerettet werden. rtr

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