Zeitung Heute : Basketball: Die Meister

Benedikt Voigt

Wenn ihr den Opa ein bisschen ins Grübeln bringen wollt, stellt ihm mal diese Frage: Wann wurde Hertha BSC zum letzten Mal deutscher Meister? Darüber wird er sicherlich ein bisschen nachdenken müssen, denn es ist schon eine Weile her, dass die Berliner Deutschlands bester Fußballklub waren. 1931, um genau zu sein. Damals war der Opa höchstens so alt wie ihr jetzt, der Torwart trug eine Schirmmütze, und auf den Fotos von der Meisterschaft fehlte die Farbe. Ihr seht schon, die letzte Meisterschaft von Hertha BSC ist wirklich lange her. Auch in dieser Saison haben sie schon wieder so viele Tore kassiert, dass es mit dem Titel schlecht aussieht. Wenn ihr in Berlin mal eine lustige Meisterschaftsfeier erleben wollt, müsst ihr woanders hingehen: zum Basketball in die Max-Schmeling-Halle.

Dort spielt Alba Berlin. Das ist der beste Basketballverein in Deutschland. Seit fünf Jahren versuchen alle anderen, besser zu sein - aber sie schaffen es nicht. Weil Alba das ganz geschickt macht. Sie haben einige der besten Spieler Deutschlands in ihre Mannschaft geholt, und auch die Kollegen aus dem Ausland sind sehr gut. Wendell Alexis zum Beispiel, ein 37-jähriger US-Amerikaner, der nur selten lacht, aber umso öfter den Ball in den Korb wirft. Oder Derrick Phelps, der mit dem Basketball dribbeln kann wie mit einem Jojo. Die guten Spieler kann sich Alba Berlin aber nur leisten, weil der Verein so viel Geld für Basketball ausgibt wie kein anderer in Deutschland. Deshalb ist Alba gerade im Juni zum fünften Mal Deutscher Meister geworden. Und das ist wirklich nicht lange her. Da braucht ihr gar nicht den Opa zu fragen, das weiß euer großer Bruder wahrscheinlich auch.

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