BAUHAUS„Max Bill: Aspekte seines Schaffens“ : Die gute Form

Christina Tilmann

Farbe, Form, Raum, Licht und Bewegung hat Max Bill 1936 als Grundkomponenten jeder Gestaltung festgemacht. Nicht zu vergessen: die Inspiration. Anlässlich des 100. Geburtstags des Vielzweckkünstlers im Dezember 2008 jagen sich die Jubiläumsausstellungen nur so: Das durch seinen Designschwerpunkt prädestinierte Museum Marta in Herford würdigte ihn „ohne Anfang, ohne Ende“, und in Max Bills Heimatstadt Winterthur waren schon Anfang des Jahres gleich zwei Ausstellungen zu sehen. Eine davon, die sich besonders mit den Aspekten Architektur, Design und Typographie befasst, kommt nun ins Berliner Bauhaus-Museum – mit gutem Grund. War Max Bill doch einer der Protagonisten des Bauhauses und dem von Walter Gropius entworfenen Haus am Landwehrkanal über Jahrzehnte hinweg freundschaftlich verbunden.

Ihn jedoch nur als Bauhaus-Künstler zu würdigen, wo er durch seine Tätigkeit als Maler, Grafiker, Typograph, Bildhauer, Designer, Bühnenbildner, Ausstellungsgestalter, Architekt und Pädagoge vielfältig tätig war, hieße, wesentliche Elemente seines Einflusses zu unterschlagen: War der Schweizer Max Bill nach dem Zweiten Weltkrieg doch vor allem verantwortlich für das Wiederfußfassen der Moderne in Deutschland: Als Ausrichter der Werkbund-Ausstellung „Die gute Form“ 1949 und vor allem als Gründungsdirektor der legendären Hochschule für Gestaltung in Ulm. Dass auf seine Inspiration Klassiker des modernen Designs zurückgehen, die noch heute in Gebrauch sind, beweist auch diese Ausstellung wieder eindrucksvoll. Christina Tilmann

Bauhaus-Archiv, Mi 28.5. bis Mo 25.8., Mi-Mo 10-17 Uhr, Sa-Mo 7 €, erm. 4 €, Mi-Fr 6 €, erm. 3 €

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