Zeitung Heute : Behörde nennt Start am BER anspruchsvoll Neue Flugroute soll länger geprüft werden

Berlin - In der Debatte um die neue Flugroute Hoffmannkurve am künftigen Hauptstadtflughafen BER hat das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) die von Piloten vorgebrachte Sicherheitskritik zurückgewiesen. Zugleich teilte das BAF allerdings auch mit, man wolle das Startverfahren, bei dem Maschinen bereits Sekunden nach dem Abheben noch über der Startbahn eine langgezogene Kurve fliegen sollen, intensiver testen als sonst bei Flugrouten üblich.

So soll die Hoffmannkurve zum Lärmschutz umliegender Orte nicht nur sechs Wochen, sondern ein halbes Jahr lang evaluiert werden. Dann soll entschieden werden, ob die vom Privatpiloten Marcel Hoffmann aus Eichwalde entwickelten Kurvenrouten bei Ostwind und auch die anderen BER- Flugrouten beibehalten werden. Es sei ja keine Flugroute für immer festgelegt, sagt BAF-Direktor Nikolaus Herrmann dem Tagesspiegel. Zudem sei man bereit, mit der Deutschen Flugsicherung die Sicherheitsbedenken des Pilotenberufsverbandes Cockpit zu hören und zu prüfen.

Das Bundesamt selbst bezeichnet die Hoffmannkurve ab einer Höhe von 180 Meter als „anspruchsvoll“: Gleich nach dem Start den Steigflug zu kontrollieren und zugleich zu navigieren, sei eine Herausforderung, die die Flugkapitäne im Cockpit mental belaste. Das Manöver sei aber gesetzlich zugelassen und die behördeninterne Prüfung habe „grünes Licht“ gegeben. Die Sicherheit sei in keiner Weise gefährdet, sagte Behördenchef Herrmann. kög

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