BEIFALL ENTFÄLLT : „ Das ist mutlos“

In der Politik und unter Bildungsexperten sind die Ergebnisse des Bildungsgipfels kritisiert worden:

„Merkels ,Bildungsrepublik Deutschland’ ist tot. Die Ministerpräsidenten der Länder haben den Bildungsgipfel geschliffen“, sagte Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Die Dresdner Erklärung sei „ein Sammelsurium längst beschlossener Maßnahmen“.

Arend Oetker, der Präsident des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft, sagte, Bund und Länder hätten sich „mutlos“ gezeigt. Sie hätten „das Ziel aufgegeben, mehr junge Leute für ein Studium zu motivieren“.

Ein „Desaster“ nannte Priska Hinz, die bildungs- und forschungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen, das Ergebnis des Bildungsgipfels. Statt konkreter Zielvorgaben und Finanzierungsverpflichtungen präsentiere Merkel „aufpolierte Ladenhüter in neuer Verpackung“.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), zeigte sich bereits im Vorfeld über die laschen Vorgaben für die Halbierung der Schulabbrecherquoten enttäuscht. Der Zeitrahmen hätte enger gesteckt werden können. Mit dem Nationalen Integrationsplan hätten die Kultusminister der Länder eigentlich zugesagt, die Quote der Schulabbrecher von Jugendlichen mit Migrationshintergrund bereits bis 2012 an den Durchschnitt aller Schüler anzugleichen. tiw

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