Zeitung Heute : Beim Schnitt von Hortensien stets am Ball bleiben

Hortensien blühen zurzeit wieder schön und üppig. Gärtner und Hobbygärtner freuen sich über eine besonders prachtvolle Blüte. In diesem Jahr liegen weiße Hortensien, die sich von dem vital satten Grün ihrer Blätter optisch abheben, im Trend. Wie Hortensien beschnitten werden dürfen, hängt von der jeweiligen Pflanze ab. Verblühte Hortensien sollten direkt nach der Blüte unterhalb des Blütenstandes zurückgeschnitten werden, da die neuen Knospen für die nächste Blüte schon in diesem Jahr gebildet werden. Bei einem Rückschnitt der gesamten Pflanze würde man die nächste Blütenpracht vernichten.

Entscheidend ist, ob sie am vorjährigen oder am diesjährigen Holz blüht, heißt es beim Zentralverband Gartenbau (ZVG) in Bonn. Mit einer Ausnahme blühen zum Beispiel alle Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) am vorjährigen Holz. Das heißt, die Blüte ist bereits in den Triebknospen angelegt, die im Herbst sichtbar werden. Das Gleiche gilt für die Eichblatt-Hortensien (Hydrangea quercifolia). In der Regel werden bei beiden nach der Blüte nur die alten Blütenstände bis kurz über dem Neuaustrieb abgeschnitten. Wird tiefer ins alte Holz geschnitten, fällt der Blütenflor im kommenden Jahr mager aus. Aber hin und wieder lässt sich ein kräftiger Rückschnitt nicht umgehen, wenn überalterte Pflanzen sich wieder neu aufbauen sollen. Dann heißt es, auf den üppigen Flor im übernächsten Jahr zu hoffen.

Die Ausnahme unter den Bauernhortensien stellt die Sorte „Endless Summer“ dar. Sie blüht am einjährigen Holz, so wie auch Ballhortensien (Hydrangea arborescens) und Rispen-Hortensien (Hydrangea paniculata). Sie alle entwickeln ihre Blüten erst nach dem Neuaustrieb. Sie können daher im Winter oder frühen Frühjahr kräftig zurückgeschnitten werden. Bei den Ballhortensien mit ihren schweren Blütenköpfen sollte das sogar jedes Jahr geschehen. Nur dann wachsen kräftige Triebe, die die Riesen-Blütenbälle beispielsweise der Sorte „Annabelle“ tragen können. Die Rispen-Hortensien lassen sich ebenfalls durch regelmäßigen Rückschnitt kompakt halten. Wer Platz hat, kann sie aber auch zum zwei bis drei Meter hohen Strauch heranwachsen lassen. Die Samthortensien (Hydrangea sargentiana) wirken ungeschnitten am schönsten. dpa/ddp

Weitere Informationen unter:

www.freudeanhortensien.de

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