Zeitung Heute : Benzin direkt einspritzen

ivd

Die Vorbereitungen bei Forschung und Entwicklung haben zwar ein paar Jahre gedauert. Doch nun steht bei Volkswagen der große Durchbruch für die direkt einspritzenden Benzinmotoren auf dem Programm. Denn nachdem wir soeben erst vom Audi A2 1.6 FSI berichten konnten, mit dem die Ingolstädter Konzerntochter ihren ersten Serien-Benzin-Direkteinspritzer auf die Räder gestellt hat, der zugleich auch der stärkste Vertreter der kompakten Audi-Modellreihe mit ihrer komplett aus Aluminium gefertigten Karosserie ist, kündigt die Konzernmutter VW jetzt neue Benzin-Direkteinspritzer sowohl im Golf als auch im Bora an. Und schon in wenigen Jahren will man in Wolfsburg alle bisher noch mit Saugrohreinspritzung arbeitenden Benziner auf die Benzin-Direkteinspritzung umgestellt haben. Denn die Benziner sind sparsamer, sauberer und spritziger als als die Saugrohr-Einspritzer und erfüllen optimal die aktuellen Forderungen nach niedrigerem Verbrauch, einer besseren Umweltbilanz und mehr Fahrspaß.

Erster FSI-Motor von Volkswagen (FSI = Fuel Stratified Injection oder geschichtete Benzineinspritzung) war bereits Ende 2000 der der 77 kW (105 PS) leistende 1,4-Liter-Benzin-Direkteinspritzer im Lupo, der nur noch 4,9 l/100 km verbraucht und damit das erste Fünf-Liter-Auto unter den Benzinern wurde. Und nachdem in Genf soeben erst der Polo mit 63 kW (86 PS) leistendem 1,4-Liter-FSI sein Debut gab, treten nun Golf und Bora als Limousine und Variant mit einem neuen 1,6-Liter-FSI-Motor mit 81 kW (110 PS) an und können von sofort an bestellt werden. Die Preise beginnen für den Golf FSI bei 16 900 Euro und für den Bora FSI bei 19 525 Euro. Damit kostet der FSI-Motor, verglichen mit dem 77 kW (105 PS) leistenden Saugrohr-Einspritzer, gerade einmal 550 Euro mehr

Dafür bekommt man ein Antriebsaggregat, dass rund zehn Prozent sparsamer ist als die bisherigen Motoren. Aber das ist nicht alles. Denn mit FSI-Motoren spart man nicht etwa zugunsten eingeschränkter Fahrleistungen. Im Gegenteil, die Benzin-Direkteinspritzer sind ausgesprochen dynamisch, lassen den Golf FSI binnen 10,6 Sekunden Tempo 100 und maximal 194 km/h erreichen - bei einem Durchschnittsverbrauch von nur noch 6,2 l/100 km. Und vorbildlich zeigt sich auch die Abgasseite, denn die FSI-Modelle erfüllen die Abgasnorm EU4, verbunden mit den entsprechenden Steuervorteilen. Ein weiterer Pluspunkt - die FSI-Technik funktioniert auch dort, wo noch kein schwefelfreier Sprit verfügbar ist.

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