BERLIN FESTIVALThe Killers : Wo Pop noch groß sein darf

Die Zeit der Mega-Rockstars ist zwar seit langem vorbei, aber da gibt es ja noch die Killers: Wer Breitwand-Poprock von Springsteen’schen Ausmaßen kreiert, wie die vier Jungs aus Las Vegas, darf das auch sein. Zeitweise hat man zwar das Gefühl, der Ruhm der Indie-Rocker basiert ausschließlich auf der ekstatischen Hymne „When You Were Young“ – einer der wenigen Songs der Nuller-Dekade, an den man sich noch in Jahrzehnten erinnern wird –, doch die Killers waren es schon lange vor ihrem Hit: Mega-Rockstars.

Eine Location von der Größe des Tempelhofer Feldes ist mehr als angemessen für den ersten Deutschland-Auftritt der Band seit drei Jahren; das neue Album „Battle Born“ soll in Kürze erscheinen. Der ehemalige Flughafen ist Schauplatz des diesjährigen Berlin Festivals, das unter anderem von Kate Nash, Tocotronic, Sigur Ros, Kraftklub, Franz Ferdinand und Cro beehrt werden wird. Das Rahmenprogramm beschränkt sich nicht nur auf Wurstbuden: Im Art Village können sich Streetart-Künstler austoben, im Soccer Court darf gebolzt, in der Autoscooter-Disco kollidiert werden. Paul Kalkbrenner ist einer der Samstags-Headliner. Der 35-Jährige hat es von den ersten Pieps-Kompositionen mit einem Amiga-Computer seit seinem Schauspieldebüt in „Berlin Calling“ zu einem Lokalheiligen der Berliner Techno-Szene geschafft. Im echten Leben ist „Paule“ natürlich kein zugedröhnter DJ wie im Film, sondern ein sympathischer Elektro-Botschafter, der auf einer ehemaligen Rollbahn sicher genauso begeistern kann wie in einer Szenedisco. Erik Wenk

Tempelhofer Freiheit - Flughafen Tempelhof, The Killers, Fr 7.9., 22.30 Uhr; Paul Kalkbrenner, Sa 8.9., 22.30 Uhr, 82-98 € (Tagestickets 54 €)

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