Zeitung Heute : "Berlin-Stadtmodelle": Ausstellung zeigt das Berlin der Zukunft

C. v. L.

Die Besucherzahlen der kürzlich eröffneten Ausstellung "Berlin-Stadtmodelle" im Spreespeicher an der Oberbaumbrücke sind mau. Als Negativrekord wurden an einem Tag lediglich zehn Gäste gezählt. "Ein Jammer", kommentierte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, die sich mehr Resonanz erhofft hatte. Senatsbaudirektor Hans Stimmann lud deshalb am Montag zu einem Rundgang, um auf die Stadtmodelle und auf den außergewöhnlichen Ort ihrer Präsentation aufmerksam zu machen. Der Speicher sei immerhin Teil eines "Waterfront"-Projektes, mit dem die alten Gebäude des einstigen Osthafens nach Umbauten neue Aufgaben als Büro-und Geschäftshäuser erhalten.

Allerdings ist der Speicher an der Stralauer Allee 1-2 noch eine Baustelle. Im fertigen Erdgeschoss ist das Modell "Historisches Zentrum" im Maßstab 1 : 500 zu sehen, an dem Bauprojekte auf ihre Wirkung im Stadtbild überprüft werden können, etwa die Friedrichstadtpassagen oder die Hochhaus-Bebauung am Alexanderplatz. Außerdem wird das "Berliner Stadtmodell" im Maßstab 1 : 1000 präsentiert, das unter anderem die geplante Verdichtung nach dem "Planwerk Innenstadt" darstellt. Beide Modelle sind erstmals zusammen in einer Ausstellung zu sehen.

Zusätzlich werden unter dem Titel "Die Physiognomie einer Großstadt" die Veränderungen des Stadtbildes seit 1940 dargestellt - es war der deutsche Beitrag zur Architektur-Biennale 2000 in Venedig. Die Ausstellung, für die sich die Senatsverwaltung auch den Besuch von Schulklassen wünscht, ist bis zum 31. Oktober täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben