Zeitung Heute : BERLINER CHRONIK

Der Tagesspiegel

Seit fast einem Jahrhundert steht er, nach dem Krieg wurde er, da stark in Mitleidenschaft gezogen, instandgesetzt und seit nunmehr zwei Jahrzehnten hat man ihn nicht mehr Quadratzentimeter für Quadratzentimeter abgeklopft: Deshalb hat man dem Turm des Rathauses Charlottenburg jetzt eine gründliche Inspektion verordnet. Es ist allerdings nicht ganz so einfach, an alle Ecken und Winkel des immerhin 80 Meter hohen Turmes heranzukommen. Und da ein Gerüst schon aus Kostengründen ausschied, entschied man sich für eine Gondel, wie sie von einem Berliner Reinigungsunternehmen für Fassadenreinigungen verwendet wird. Indem man den Ausleger, an dem die Gondel hängt, immer wieder in eine andere Position bringt, läßt sich der größte Teil der Fassade praktisch in Griffnähe bringen. Allerdings geht es bei der rund vierzehn Tage dauernden Inspektion nicht nur darum festzustellen, ob alle Fugen im Mauerwerk noch dicht sind und ob sich noch kein Stein gelöst hat. Vielmehr nutzt man die Gelegenheit, die Oberfläche der Natursteinverkleidung des Turms genau zu untersuchen. In einem Gutachten soll anschließend festgestellt werden, in welchem Zustand sich die Oberfläche befindet und ob und wann substanzerhaltende Maßnahmen erforderlich sind.

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