Zeitung Heute : Berliner Modeschulen

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Die Fachhochschule für Technik und Wirtschaft legt besonderen Wert auf Kompetenz in ComputerTechnologie und Produktmanagement, fordert ein Praxissemester, in dem die Studierenden das Credo einer bestimmten Firma in einer Kollektion umsetzen müssen. „Das wirtschaftliche Denken erleichtert vielen unserer Absolventen den Einstieg in Führungspositionen“, sagt Helga Bilitza, Professorin am Fachbereich Gestaltung. Beim Berufseinstieg werden die Studierenden individuell gecoacht. Die Regelstudienzeit beträgt acht Semester, 40 Bewerber werden pro Semster aufgenommen.

Mehr Infos unter www.fhtw-berlin.de

Esmod

Die internationale private Modeschule nimmt pro Jahr 30 Bewerber an und kostet für jedes der drei Studienjahre 6600 Euro. Dafür bietet sie eine außerordentlich praxisbezogene Ausbildung. In Workshops arbeiten die Studierenden mit unterschiedlichen Firmen zusammen, nehmen an Shows und Wettbewerben teil. Ihre Abschlussarbeiten werden von einer internationalen Jury bewertet, zu der in der Vergangenheit Paco Rabanne, Walther van Beirendonck, Grit Seymour gehörten. In 32 Vollzeitstunden Unterricht plus 20 Stunden Hausarbeit pro Woche lernen die angehenden Designer, wie arbeitsaufwendig der Berufsalltag ist.

Mehr Infos unter www.esmod.de

Lette-Verein

Bei der Stiftung öffentlichen Rechts beträgt das Schulgeld 330 Euro pro Semester, 28 Plätze werden pro Jahr vergeben. Es genügt der Realschulabschluss. Auch der Lette Verein weist auf seine Berufsbezogenheit sowie auf seine Schwerpunkte in Kollektionsgestaltung, Realisation, Schnittkonstruktion und computerunterstützem Design hin. Praktika müssen in den Ferien gemacht werden, die Ausbildung dauert drei Jahre. In Berlin kommen viele erfolgreiche Designer mit eigenen Labels vom Lette Verein, darunter John de Maya, Kratzert / Pahnke, Ralf Hensellek (Thatchers), Janet Knaack, Sabina Herz (Herz + Stöhr).

Mehr Infos unter www.lette-verein.de

Kunsthochschule Weißensee

In den ersten zwei Semestern werden alle Fachgebiete außer Architektur gemeinsam unterrichtet, um gestalterische Möglichkeiten und fachübergreifendes Denken zu fördern. Nach dem fachspezifischen Grundstudium wird im Hauptstudium in Projekten gearbeitet. Ein Semester kann an einer anderen Hochschule absolviert werden, für das Praxissemester müssen sich die Studierenden selbst einen Praktikumsplatz besorgen. Die Regelstudienzeit beträgt zehn Semester, neben der praktischen wird eine theoretische Diplomarbeit verlangt. „Unsere Absolventen sind weniger dafür prädestiniert, Trends zu folgen, als vielmahr Trends zu machen“, sagt Professorin Christine Perthen.

Mehr Infos unter www.kh-berlin.de

Universität der Künste

Dozenten wie Vivienne Westwood, Ulf Poschardt und Wolfgang Joop gehören zu den Aushängeschildern der UdK. Die zehn bis zwölf Bewerber, die pro Jahr im Fachbereich Bekleidungsdesign aufgenommen werden, lernen, interdisziplinär zu denken, wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden für ihre Arbeit zu nutzen sowie Konzeptionen und Strategien für Bekleidung zu erarbeiten. Wie in Weißensee bestehen Grund- und Hauptstudium je aus vier Semestern, danach kommt ein Praxis- und ein Diplomsemester.

Mehr Infos unter www.udk-berlin.de S.N.

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