Zeitung Heute : Berliner Neonazis wegen Brandanschlägen verhaftet

Berlin - Die Berliner Polizei hat zwei junge Neonazis festgenommen, die zwei Brandanschläge auf Wohnhäuser von Migranten verübt haben sollen. Einer von ihnen hat die Taten gestanden, bei denen keine Menschen zu Schaden kamen. Bei dem Anschlag auf das Haus einer bosnischen Familie waren die Flammen von selbst erloschen, beim Anschlag auf das Haus eines türkischen Unternehmers hatte ein Zeuge das Feuer bemerkt und die Bewohner geweckt. Ein Richter erließ inzwischen Haftbefehl wegen versuchten Mordes. Beide Männer gehören zur besonders aktiven Neonaziszene im Süden des Bezirks Neukölln, sind jedoch nicht vorbestraft.

Der erste Anschlag im März war von der Polizei zunächst nicht als fremdenfeindlich eingestuft worden, deshalb hatte die Öffentlichkeit nichts davon erfahren. Die Ermittlungen hatte die Brandkripo übernommen, nicht der Staatsschutz. Erst der zweite Anschlag im April – am Tag des Geburtstages von Adolf Hitler – war als politisch motiviert eingestuft worden. Beide Tatorte liegen nur wenige hundert Meter auseinander, einer der beiden Täter wohnt in unmittelbarer Nachbarschaft. Der türkische Unternehmer hatte bereits direkt nach der Tat Neonazis bezichtigt. Ha

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