Zeitung Heute : Bewegte Kunst

Charlottenburgs erste Produzentengalerie sucht gerade wieder ein neues Quartier

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Eine „Galerie auf Wanderschaft“ nennt die Fotografin Sabine Wild die von ihr mitgegründete Produzentengalerie „En Passant“. Kaum hatten sich die Künstler an ihr im Dezember bezogenes Quartier in der Uhlandstraße gewöhnt, da mussten sie es schon wieder räumen. Der Hauseigentümer will die Räume neu vermieten. Seit März läuft deshalb die Suche nach einem neuen Standort.

Das Konzept der Produzentengalerie ist, dass sie direkt von mehreren Künstlern betrieben wird. „In Charlottenburg gab es das so bisher nicht“, sagt Sabine Wild. Für das Galerieprojekt tat sie sich mit der Malerin Christine Keruth und dem Fotografen Ono Ludwig zusammen. Das Vorbild sind Produzentengalerien anderer Künstler, die sich in Mitte und anderen Berliner Bezirken bewährt haben. „Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und die ,Wanderschaft‘ zum Konzept erhoben“, sagt Sabine Wild. Eine hohe Miete für einen dauerhaften Standort könne man nicht aufbringen, es werde wohl bei der Zwischennutzung leerer Geschäftsräume bleiben.

In der Uhlandstraße wurden Gemälde und Fotografien gezeigt, künftig sollen Skulpturen hinzukommen. Die drei Künstler wollen ihre Galerie abwechselnd zu den gleichen Öffnungszeiten betreuen wie bisher. Die Werke seien um bis zu 50 Prozent günstiger als in anderen Galerien zu haben, betont die Mitbetreiberin Christine Keruth: In der Uhlandstraße gab es ein kleines Gemälde schon für 80 Euro, das teuerste kostete 2100. CD

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