BEWEGUNGS melder : Schauder der Exaktheit

Sandra Luzina verliert das Tutu

Sandra Luzina

Vladimir Malakhov und sein Staatsballett huldigen momentan meist dem romantischen Ballett. In dem neuen dreiteiligen Abend With/out Tutu entledigt sich die Compagnie nun der Insignien des Balletts und wagt sich an zeitgenössische Stile. Das Staatsballett hat erfreulicherweise die zweite Choreografie von William Forsythe einstudiert: „The Vertiginous Thrill of Exactitude“ aus dem Jahr1996. Es wird reizvoll zu sehen, wie sie den „schwindelerregenden Schauder der Exaktheit“ erkunden.

Daneben werden die Arbeiten zweier amerikanischer Choreografen vorgestellt, die hierzulande kaum bekannt sind. Jodie Gates, die ehemalige Erste Solotänzerin des Joffrey Ballet, hat klassische Partien getanzt aber auch mit William Forsythe zusammengearbeitet. Ihren ersten choreografischen Versuch unternahm sie 2000 beim Pennsylvania Ballet („Vinyasa“). In „Courting the Invisible“, das sie gemeinsam mit dem Staatsballett kreiert hat, zeigt Gates, wie man das klassische Idiom zeitgemäß auslegen kann. Auch Clark Tippet, ehemals Solotänzer des American Ballet Theatre, hat an seinem klassischen Hintergrund festgehalten. Sein Stück „Max Bruch Violinkonzert“ ist erstmals in Berlin zu sehen.

Staatsoper, So 18.5., 18 Uhr (Premiere), Mo/Di 19./20.5., 19.30 Uhr, 6-50 €

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