BEWEGUNGS melder : Skandal im Zarenreich

Mit den Ballets Russes beginnt der moderne Tanz. Die Truppe, Anfang des 20. Jahrhunderts vom russischen Impresario Sergei Diaghilew gegründet, stellte dem Ideal des Balletts eine völlig neue Ästhetik gegenüber und sorgte für manchen Skandal. Diaghilew konnte bedeutende Choreografen wie Michail Fokin, Leonide Massine und George Balanchine an sich binden, aber auch bildende Künstler und Komponisten wie Strawinsky und Debussy arbeiteten für den charismatischen Impresario.

Beim Festival Wie klingt Russland? im Konzerthaus erinnert ein moderiertes Ballettkonzert an die legendäre Truppe. Vladimir Malakhow, der Leiter des Staatsballetts, wird mit seinen Tänzern diese Hommage gestalten und dabei auch in die Fußstapfen von Vaslav Nijinsky treten. Denn er eröffnet den Abend mit Auszügen aus dem Ballett „Petruschka“ zu Musik von Strawinsky – und zeigt in der Rolle der gepeinigten und verhöhnten Jahrmarktspuppe neue Seiten. Natürlich dürfen auch „L’Après-midi d’un faune“ und „Le Spectre de la rose“ nicht fehlen. Zum Ausklang wird Beatrice Knop den „Sterbenden Schwan“ tanzen, eine Traumrolle für jede Ballerina. Es spielt das Deutsche Filmorchester Babelsberg.

Konzerthaus Berlin, Do 21.2., 20 Uhr, 28-60 €

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