Zeitung Heute : Billig-Alarm

Im Internet lässt sich bei einem Kauf viel Geld sparen – durch Preisvergleiche

Sabrina Ortmann

Auf der Suche nach dem günstigsten Preis für die neue Digitalkamera läuft man sich leicht die Füße platt. Der Preisverfall im Einzelhandel macht das Angebot noch unübersichtlicher. Die Recherche im Internet zahlt sich deshalb aus: Besonders bei hochpreisigen Produkten wie Digitalkameras, Großfernsehern oder Waschmaschinen betragen die Unterschiede leicht mehrere hundert Euro. Mithilfe des Internets spart man neben dem Geld auch Zeit und Nerven. Möglich wird dies durch Online-Preisvergleiche.

Zahlreiche Portale sammeln die Preise verschiedener Anbieter in Datenbanken oder durchsuchen deren Websites. Die Ergebnisse dieser Auswertungen werden übersichtlich auf den Webseiten aufbereitet. Der Käufer erhält so für ein bestimmtes Produkt die Preise von mehreren Verkäufern auf einen Blick. Ein Notebook gibt es zum Beispiel schon für unter 700 Euro ( www.preisvergleich.de ). Für einen Palm Zire Handheld kann man bei www.preistester.de zwischen 99 Euro und 312 Euro bezahlen. Die Betreiber des Preisvergleiches schließen dafür mit den Anbietern Verträge ab. Wird ein Artikel über die Website verkauft, zahlt der Händler eine Provision. Für die Käufer ist der Service kostenlos.

Als erstes Angebot dieser Art startete unter dem Namen Hardware-Guide im Juli 1997 der auf Technik spezialisierte Preisvergleich eVendi ( www.evendi.de ). Inzwischen umfasst das Angebot ein breites Spektrum von Spielen und Konsolen über Telefone, Haushaltsgeräte bis hin zu DVDs. Meistens sind die Anbieter Online-Shops. eVendi baut derzeit als zusätzlichen Service einen regionalen Preisvergleich von Ladengeschäften auf, der bisher für Hamburg und Berlin verfügbar ist.

Händler ohne eigene Homepage sind auch bei GuensTiger.de zu finden. Entdeckt ein User irgendwo einen guten Preis, kann er ihn der Redaktion melden. „Dies ist möglich, weil wir keine Verträge mit den Händlern haben und ein redaktioneller Preisvergleich sind. Wir sind der einzige Service, der die Preise noch per Hand pflegt“, sagt Philipp Hartmann von GuensTiger.de.

Dadurch habe die Redaktion auch eine bessere Kontrolle über die Angebote. Im Gegensatz zu den meisten anderen Preisvergleichen finanziert sich GuensTiger.de nicht über Provisionen, sondern über Werbung und Marktforschung.

GuensTiger bietet eine Menge Zusatzfunktionen: Der „Preisalarm“ informiert den Käufer per E-Mail, sobald ein Produkt den Wunschpreis erreicht hat. Ob und wann dies der Fall sein könnte, lässt sich mithilfe von Preischarts nachvollziehen. Sie stellen die Preisentwicklung eines bestimmten Produktes über einen längeren Zeitraum grafisch dar. Und der mobile Preisvergleich per SMS liefert dem Kunden gute Argumente bei Preisverhandlungen im Geschäft.

Einige Anbieter wie www.preisvergleich.de nehmen auch Versandhändler, Kaufhäuser und Reisebüros in ihr Angebot auf. Eine Übernachtung in Berlin ist zum Beispiel von 10 Euro für ein Privatzimmer bis zu 130 Euro im gediegenen Hotel zu haben.

www.preistrend.de vergleicht die Preise für Computerzubehör wie Speicherkarten, Festplatten, Drucker und Scanner. Die User finden detaillierte Informationen wie Kontaktdaten, Versandbedingungen und einen direkten Link auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Anbieter. Auch die Möglichkeit, den Händler nach dem Kauf zu bewerten, ist eine wichtige Hilfe.

Der Online-Preisvergleich ist allerdings nicht für alle Kunden die beste Wahl: „Ein optimal vorbereiteter Internetkäufer weiß vorher, was er kaufen will, kennt das Produkt und dessen Preis im stationären Handel, hat wenig Fragen und will nur wissen, wo es das Produkt am günstigsten gibt“, sagt Tobias Ossig von Preissuchmaschine.de. ddp

Die Seiten im Internet:

www.evendi.de

www.preisvergleich.de

www.preistester.de

www.guenstiger.de

www.preistrend.de

www.preissuchmaschine.de

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