Zeitung Heute : BIO-PIC

Hilde

Nadine Lange

Heike Makatsch macht ihre Sache gut. Sie verkörpert Hildegard Knef mit viel Schwung und Überzeugungskraft. An ihr liegt es also nicht, dass dieser Film so ein zähes, nerviges Ding geworden ist. Eingebettet in einen Rahmen – das Konzert in der Berliner Philharmonie von 1966 – beginnt eine lange Rückblende in das Leben der Schauspielerin und Sängerin. Total lustlos klappert Regisseur Kai Wessel die Stationen ab. Als Künstlerin scheint die Knef ihn nicht zu interessieren. Dass sie am Broadway gesungen hat, wird beispielsweise nicht im Bild gezeigt, sondern nur gesagt. Überhaupt gibt es enttäuschend wenig Musik in diesen sehr langen 136 Minuten. Stattdessen setzt Wessel die Männergeschichten von Hildegard Knef ausführlich in Szene. Das ist dann doch ein bisschen wenig bei einer so großen Diva. Verschenkt. Nadine Lange

„Hilde“, D 2008, 136 Min.,

R: Kai Wessel, D: Heike Makatsch, Dan Stevens, Hanns Zischler, Monica Bleibtreu

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