Zeitung Heute : Bisher ist nur die Olympische Famile untergebracht

Rund 900 Tage vor Beginn der Olympischen Spiele 2004 in Athen haben die Griechen immer noch nicht gesagt, wo die Besucher der Spiele wohnen sollen. Zur Verfügung der einfachen Schlachtenbummler stehen nach Angaben des Präsidenten des Athener Hotelier-Verbands, Spyros Divanis, rund 10 000 Betten in Hotels der Klasse B und C. "Das entspricht Hotels, die in Zentraleuropa mit drei und zwei Sternen gekennzeichnet sind", sagte der Hotelier jetzt im griechischen Rundfunk. Die Regierung in Athen hat sich bislang nur mit den Zimmern beschäftigt, die an die so genannte Olympische Familie vergeben werden sollen. Das sind die offiziellen Vertreter, Sponsoren und Begleiter der Athleten.

Mehr als 100 Kilometer Anfahrt

Nach Schätzungen aus Kreisen des Athener Organisationskomitees (ATHOC) werden täglich rund 100 000 Besucher die Spiele 2004 verfolgen. Dies bedeute, dass mehr als die Hälfte dieser Besucher in Hotels in einem Umkreis von mehr als 100 Kilometern rund um Athen sowie auf den der griechischen Hauptstadt vorgelagerten Inseln untergebracht werden müssen, hieß es.

Dies aber ist in Griechenland mit mehrstündigen Fahrten verbunden. Athen hatte beim jüngsten Besuch des Koordinationskomitees des IOC versprochen, bald eine Lösung für dieses Problem zu finden. Im Gespräch sind so genannte Sport- und Tourismus-Angebote. Besucher der Spiele sollen Urlaub auf den Inseln machen und mit Tagesausflügen die Spiele besuchen. Ein konkreter Plan fehlt jedoch bisher.

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