Zeitung Heute : Blick in Rovers Zukunft

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Totgesagt wurde die britische Marke Rover, nachdem sie aus den BMW-Verbund entlassen wurde, schon viele Male. Doch noch lebt sie, baut neben den bewährten Rover Modellreihen auch die sportlichen MG-Varianten, hat soeben erst eine neue Generation des Roadsters vorgestellt und arbeitet konsequent an der Entwicklung neuer Modelle, deren erste für das Jahr 2004 erwartet werden. Und bei deren Entwicklung geht man durchaus attraktive Wege. Das gilt sowohl für das mögliche Design solcher Modelle als auch deren fortschrittliches Gesamtkonzept.

Einen ersten Eindruck davon gibt die soeben in Genf vorgestellte Studie TCV (Tourer Concept Vehicle). Ihre Frontpartie zeigt, dass durchaus Rover-Gesichter denkbar sind, die sich erheblich vom bisherigen Bild der Marke unterscheiden, ohne dabei völlig mit der Vergangenheit zu brechen. Doch viel interessanter als das Design dieser Studie, die ungewöhnlich kraftvoll wirkt, ist das Konzept für das Interieur des Rover TCV.

Denn hinter der Gesamtlinie eines modernen Lifestyle-Kombis verbirgt sich ein Auto mit verblüffender Variabilität des Innenraums, die gepaart ist mit hohem Personenwagenkomfort, so dass dieses Auto nicht nur eine besonders praktische Seite hat, sondern zugleich auch hohes Fahrvergnügen bereiten kann. Da stecken schon einige Crossover-Elemente drin, die derzeit immer öfter anzutreffen sind. Denn die klassischen Karosserieformen werden immer deutlicher von neuen Linien verdrängt, hinter denen sich ganz neue Nutzungskonzepte für unsere Autos verbergen, die längst viel mehr sind, als nur ein Gerät, mit dem man schnell und individuell auf dem kürzesten Weg von A nach B gelangen kann.

Charakterstisch für den Innenraum des Rover TCV ist die besonders flexible Sitzanordnung. Denn die Elemente der zweifach geteilten Rückenlehnen lassen sich separat nach vorn klappen und bilden dann mit dem Boden des Gepäckraums eine völlig ebene Ladefläche. Und wer die Lehne des Beifahrersitzes umlegt, erhält einen besonders langen Laderaum. So kann man den Innenraum jeweils so gestalten, dass man bevorzugt Passagiere oder sperriges Ladegut oder auch beides in jedweder Kombination unterbringen kann. Die nach vorn geklappten Rückenlehnen sind darüber hinaus auch als Tische verwendbar. Und die mittelere Rücksitzlehne kann durch verschiedenste Module ersetzt werden - vom Kindersitz über eine Unterhaltungs-Konsole und einen Kühl- und Wärmeschrank bis zum Desktop-Modul für Geschäftsleute.

Klappt man den Stoßfänger nach unten, dann öffnet sich ein großes abschließbares Staufach und bei Bedarf kann man durch Herausnehmen des Laderaumbodens einen besonders tiefen Laderaum erhalten, in dem sogar eine aufrecht stehende Waschmaschine Platz findet.

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