Zeitung Heute : Bloß kein Kommerz

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Auch Alternative werden irgendwann einmal bürgerlich. Linus Thorwalds zum Beispiel hat das niemals in Abrede gestellt. Auch das von ihm angestoßene Alternativ-Betriebssystem Linux ist längst zum kommerziellen Massenprodukt geworden, mit real existierenden Unternehmen und sogar Aktiengesellschaften als Distributoren. Daneben aber gibt es auch noch das ursprüngliche, jedem Gewinnstreben abholde Linux, vertreten unter anderem durch die Berliner Linux User Group, auch unter ihrem Kürzel BeLUG bekannt. Nicht Suse, Redhat oder Mandrake – ihr Favorit heißt Debian, und diese Linux-Entwicklung liegt nun in der Version 3.0 (Codewort: „woody“) vor. Nach zweijähriger Fertigstellungs- und Testphase soll dies nun gefeiert werden. Ab 18 Uhr lädt die BeLUG am Freitag in die Räume der c-base in der Rungestraße 20 in Berlin Mitte ein. Wer will, kann gleich seinen ganzen Computer mitbringen, um sich das neue Debian an Ort und Stelle installieren zu lassen. Oder man nutzt die Veranstaltung dazu, sich von den Kennern der nicht ganz einfachen Materie die Vorzüge des nicht-kommerziellen Debian-Linux erklären zu lassen. Um danach die CD zum Selbstkostenpreis zu erwerben. Der Eintritt ist kostenlos. sag

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http://debian.in-berlin.de

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