Zeitung Heute : Blütenpracht für eine Nacht

Die Kombination aus roten Rosen und weißem Schleierkraut symbolisiert die Farben Österreichs

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Ein Meer aus Rosen, rund 4200 Stück der Sorte „Grand Prix“, benötigte die für das RitzCarlton Berlin zuständige Floristenfirma Damerius, um die kunstvollen Gestecke, Handsträuße und Anstecker für den Wiener Opernball zu fertigen. In Verbindung mit dem weißen Schleierkraut soll das warme Rot der Königin der Blumen die Farben Österreichs symbolisieren. Und so sieht man diese Rot-weiße-Kombination nicht nur vor und im Ballsaal, in den fünf Salons, sondern auch bei den Debütantenpaaren und bei den Service-Mitarbeitern.

„Das Haus hat eine starke Eigenwirkung, so dass wir darauf geachtet haben, dass der Blumenschmuck nicht zu unruhig wirkt“, sagt Heike Damerius und fügt hinzu, „dass die reduzierte, vornehm zurückhaltende Dekoration“ dem Anlass angemessen sei. Etwa drei Monate habe die Planung gedauert bis der Blumenschmuck in allen Einzelheiten feststand, erzählt die 40-Jährige. Für sie ist der Beruf der Floristikmeisterin der schönste, den sie sich vorstellen kann. Über 20 Jahre schon setzt sie stimmungsvolle Akzente mit Blumen.

Das gilt auch für die heutige Ballnacht. Doch um solch stilvollen Blumenschmuck zu kreieren, sind aufwändige Vorarbeiten nötig. Sie laufen bereits seit Mittwoch. Die Schleierkrautkränze wurden gebunden und kamen anschließend in die Kühlung, so dass sie die gesamte Nacht über ihr dekoratives Aussehen beibehalten. Auch die Grundvorrichtungen für die verschiedenen kleinen und großen Gestecke sowie die 40 Basiskugeln, die mit Rosen geschmückt die fünfarmigen Leuchter auf den einzelnen Tischen zieren, wurden im Vorfeld gefertigt.

Als gestern die Rosen aus Holland angeliefert wurden, herrschte in der Werkstatt von Damerius in der Müllerstraße noch einmal Hochdruck. Galt es doch die Tausenden von Rosen zu versorgen: Jedes einzelne Exemplar musste sorgfältig angeschnitten und ausgiebig gewässert werden. Nur so lässt sich vermeiden, dass die Blütenpracht vorzeitig die Köpfe hängen lässt.

Heute früh ging es dann in den Endspurt. Die Kugeln wurden gesteckt. Das bedeutet 40 Mal 60 Rosen. Für die Profis allerdings eine Arbeit von nur etwa 20 Minuten pro Rosenball. W.H.

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